So sehen Sensations-Sieger aus: Langläuferin Victoria Carl (l.) und Katharina Hennig  gewannen die Goldmedaille im Team-Sprint. Imago

Nach dem Jubel über den Dreifach-Erfolg der Zweisitzer im Eiskanal und den drei vierten Plätzen am Dienstag, rechneten sich die deutsche Sportlerinnen und Sportler bei den Winterspielen an diesem Mittwoch in China bei zwei Olympia-Entscheidungen Medaillenchancen aus. Und sollten nicht enttäuscht werden ... 

Das wird bei Olympia am Mittwoch wichtig:

Linus Straßer nur Slalom-Siebter

Linus Straßer wurde im Slalom am Mittwoch nur Siebter. dpa

Skirennfahrer Linus Straßer hat bei den Olympischen Winterspielen in China eine Medaille im Slalom verpasst. Der 29-Jährige hatte am Mittwoch in Yanqing 0,93 Sekunden Rückstand auf Olympiasieger Clement Noel aus Frankreich und wurde Siebter. Nach dem ersten Lauf hatte Straßer auf Rang fünf gelegen. Silber ging an den Österreicher Johannes Strolz, der in der Kombination Gold geholt hatte. Bronze gewann Sebastian Foss-Solevaag. Auf den Norweger hatte Straßer 0,23 Sekunden Rückstand.

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Biathlon: Damen holten erste Staffel-Medaille seit 2010

Deutschlands Biathletinnen Franziska Preuss, Denise Herrmann, Vanessa Hinz und Vanessa Voig (v.l.) jubelten am Mittwoch über Staffel-Bronze. AFP

Die deutschen Biathletinnen haben erstmals seit 2010 wieder eine olympische Staffel-Medaille gewonnen. Vanessa Voigt, Vanessa Hinz, Franziska Preuß und Denise Herrmann mussten sich bei den Winterspielen in China am Mittwoch nur Schweden und dem russischen Team geschlagen geben und holten Bronze. Insgesamt leistete sich das Quartett des Deutschen Skiverbands sechs Nachlader und hatte nach 4 x 6 Kilometern in Zhangjiakou 37,4 Sekunden Rückstand auf die neuen Olympiasiegerinnen.

2014 in Sotschi und 2018 in Pyeongchang war Deutschland zuletzt leer ausgegangen, 2010 in Vancouver hatte es Bronze gegeben. Gold hatten die Skijägerinnen zuletzt 2002 in Salt Lake City geholt und warten seit dem WM-Titel 2017 in Hochfilzen auf einen weiteren großen Coup.

Irrer Langlauf-Coup: Hennig und Carl holen Gold

Was ist mit den deutschen Langläuferinnen los? Nach Silber in der Staffel gibt es die nächste sensationelle Medaille - und das, obwohl es am Tag des Rennens noch eine kurzfristige Umstellung gab.

Katharina Hennig und Victoria Carl haben sensationell die Goldmedaille im Skilanglauf bei den Olympischen Winterspielen gewonnen. Die 25 Jahre alte Hennig und die ein Jahr ältere Carl siegten am Mittwoch in China im Team-Sprint vor Schweden und den Russinnen.

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Für Hennig und Carl war es bereits jeweils das zweite Edelmetall bei den Titelkämpfen und der ganz große Triumph. Am vergangenen Samstag hatten sie gemeinsam mit Katherine Sauerbrey und Sofie Krehl Silber mit der Staffel gewonnen.

Carl war erst kurzfristig in das Teamsprint-Aufgebot gerückt. Die Sportlerin aus Zella-Mehlis ersetzte Sauerbrey, die eigentlich als Partnerin für Hennig vorgesehen war.

Die Männer hatten im Teamsprint dagegen Pech: Albert Kuchler und Janosch Brugger schieden bereits im Halbfinale aus. Brugger verlor auf der letzten Runde einen Ski und hatte damit keine Chance mehr, in den Kampf um das Finale einzugreifen.

14.18 Uhr, Shorttrack, 1500 m, Damen, Finale

Favoritinnen: Yubin Lee (Südkorea), Suzanne Schulting (Niederlande), Courtney Sarault (Kanada), Kristen Santos (USA), Arianna Fontana (Italien) Deutsche Starterin: Anna Seidel (Dresden). Olympiasiegerin 2018: Minjeong Choi (Südkorea)

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