Niklas Süle (l.) hofft gegen Spanien auf sein Comeback im Nationalteam. Foto: Imago Images / Eibner

Negativ ist positiv. Corona macht’s möglich. Das Team von Jogi Löw wurde vor den anstehenden Länderspielen gegen Spanien und die Schweiz getestet, es gab nur negative Ergebnisse. Dafür ist die Stimmung superpositiv. Vor allem bei Rückkehrer Niklas Süle. „Ich habe es unglaublich vermisst, das zu tun, was ich liebe“, sagte er vor dem Nations-League-Spiel morgen Abend gegen Spanien (20.45 Uhr/ZDF). Ein Rückkehr ins Nationalteam an seinem 25. Geburtstag wäre ganz nach seinem Geschmack. Genau wie der EM-Titel im kommenden Jahr: „Wir haben eine Mannschaft, die auf jeden Fall um den Titel mitspielen kann. Wir haben den gleichen Hunger wie beim FC Bayern.“ Gut gebrüllt, Süle!

Nach der knapp 300 Tage langen Zwangspause heißt der erste Gegner für Süle und Co. aber erst mal nicht Corona, sondern Caramba. Und nach den Spaniern ist vor den Schweizern. Um die gab es gestern Wirbel. Torwarttrainer Patrick Foletti ist positiv auf  Corona getestet worden. Echt negativ. Schon auf dem Weg ins Teamhotel sei er per Anruf darüber informiert worden, dass es in seinem nahen Umfeld einen Verdachtsfall gebe. Direkt nach seiner Ankunft im Hotel wurde der Coach getestet. Aber alles paletti, trotz Foletti. Denn der Rest der Delegation ist negativ.

Auch die spanische Nationalmannschaft muss positiv denken, Mikel Oyarzabal hat Corona. Und gestern, wenige Stunden nach dem Positivfall der Schweizer, drohte den Spaniern der nächste Ausfall wegen Covid-19. Wie spanische Medien vermeldeten, habe es bei Adama Traore nach einem Corona-Test ein „zweifelhaftes Ergebnis“ gegeben. Der 24 Jahre alte Stürmer reiste deshalb nicht zum Treffpunkt der Mannschaft, soll aber bei einem negativen Test nachkommen. Erst negativ ist positiv.