Nikita Mazepin (l.) führt gern auch in Gegenwart von Mick Schumacher das große Wort. imago/ZUMA Wire

Mick Schumacher (22) durfte mal wieder Ferrari fahren. Zur Vorbereitung auf den dritten WM-Lauf in Portimao (Sonntag, 15 Uhr) gönnte Teamchef Mattia Binotto (51) seinem Academy-Fahrer einen 200-km-Test im 2018er-Auto SF71H auf der Hausstrecke Fiorano.

Aufgrund der Test- und Trainingsbeschränkungen in der Formel 1 war Schumis Sohn natürlich happy über die zusätzlichen Kilometer. Mick: „Ich habe mit Ferrari ein bisschen Gummi verbrannt.“

Neidisch auf Mick

Das stößt allerdings seinem Haas-Kollegen Nikita Mazepin (22) sauer auf. Der in den ersten beiden Rennen in Bahrain und Imola durch Crashs und Dreher negativ aufgefallene Russe beschwert sich über Micks Bevorzugung.

„Ich bin kein Mitglied der Fahrerakademie von Ferrari, also habe ich keine solchen Privilegien“, sagt Mazepin, der auch nicht deren Simulator in Maranello nutzen darf. „Wir bei Haas haben keinen Simulator. Also benutzen wir eine Anlage, wie sie die meisten Fahrer bei sich zu Hause stehen haben.“

Playstation statt Ferrari, ein unfairer Vergleich von Mazepin, der von Milliardärs-Papa Dmitri (53) zur Vorbereitung auf die Formel 1 zig Privattests in älteren Mercedes bezahlt bekam. Aber auch die machten „aus einer Kuh keinen Tiger“, wie Toro-Rosso-Teamchef Franz Tost (65) über Mazepin urteilte.

Scharfe Schelte vom Boss

Und auch Haas-Boss Günther Steiner (56) ist mehr als unglücklich über Mazepins Crash-Kurs: „Früher oder später werden wir die Anzahl Dreher verringern müssen. Nikita gibt wirklich alles, ab und an versucht er einfach zu viel. Es liegt an ihm, die Grenzen zu finden. Auch wenn wir ihm ein wenig mit Daten helfen können, letztlich muss er das selber machen. Ich habe schon ein paar Mal gesagt, dass die Formel-1-Lehre schmerzlich sein kann.“