Standen 2016 in Silverstone gemeinsam auf dem Podium: Nico Rosberg, Max Verstappen und Lewis Hamilton (v.l). Foto: Imago/Motorsport Images

Das vorletzte Rennen dieser spannenden Formel-1-Saison bietet erneut eine Premiere. Nach dem ersten Katar-Rennen steigt am Sonntag (17 Uhr, RTL & Sky live) der erste Große Preis von Saudi Arabien. Und die beiden WM-Rivalen Max Verstappen (24) und Lewis Hamilton (36) kommen erneut mit gemischten Gefühlen zum neuen Oasen-Kurs in Jeddah.

Der mit acht WM-Punkten führende Verstappen gibt sich sehr fokussiert und schreibt auf Instagram: „Auf in den Endspurt der Saison. Große Wochen stehen bevor.“

Dagegen zeigt sich Hamilton tief getroffen vom Tod von Teamchef Sir Frank Williams († 79) und Louis-Vuitton-Designer Virgil Abloh (†41): „Ich bin geschockt.“ Verliert der zuletzt so furios zu zwei Siegen in Folge gefahrene Siebenfach-Weltmeister dadurch etwa sein Momentum?

„Schwächephase ausnutzen“

Das glaubt einer, der wie kein anderer weiß, was es braucht, um Hamilton im WM-Duell zu schlagen: Nico Rosberg (36). „Man muss ausnutzen, wenn Lewis seine Schwächephasen hat, in denen er ein wenig die Motivation, den Kopf verliert. Dann heißt es: volle Attacke!“, rät der Weltmeister von 2016 Verstappen.

Rosberg hatte seinen früheren Kart-Kumpel Hamilton mit Psychospielchen wie dem Park-Manöver in Monaco oder neuen Fahrzeugabstimmungen und Handschuhen destabilisiert und mit starken Leistungen auf der Strecke unter Druck gesetzt.

Ihr „Krieg der Sterne“ gipfelte im Silber-Crash von Barcelona. Und nachdem Hamilton wegen eines mysteriösen Motordefekts in Malaysia auch noch am Team zweifelte, war der Weg für Rosbergs ersten WM-Titel frei.

Rosberg tippt auf Hamilton

Crashs gab es zwischen Verstappen und Hamilton in Silverstone und Monza, Psychospielchen in Austin (Stinkefinger, „blöder Idiot“). Dennoch blieb der Eindruck, dass der so betitelte Brite stets cooler reagierte als der Red-Bull-Heißsporn. Das lag aber sicher auch an seinem seit Mexiko wieder schnelleren Silberpfeil.

Deshalb ist sich Rosberg auch unsicher, ob Verstappen seinen Vorsprung ins Ziel retten kann. „Gefühlsmäßig sage ich Lewis“, würde er sein Geld auf Hamiltons achten Titel setzen. „Für Max ist das sicher nicht einfach, denn er ist das erste Mal in so einer Situation. Und dann auch noch gegen den erfolgreichsten Formel-1-Fahrer aller Zeiten. Insofern hat er schon jetzt größte Anerkennung verdient.“

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