Rosi Mittermaier und ihr Sohn Felix Neureuther bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi.
Rosi Mittermaier und ihr Sohn Felix Neureuther bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi. dpa/Kappeler

Nach dem Krebstod von Ski-Legende Rosi Mittermaier hatte der Berliner KURIER von ihrem allerletzten Wunsch berichtet: Im engsten Familien- und Freundeskreis verabschiedet zu werden. Eine öffentliche Trauerfeier für Rosi Mittermaier sollte es für die Ausnahmesportlerin nicht geben.

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Felix Neureuther: Wengen war Rosi Mittermaiers „ganz expliziter Wunsch“

Doch nun ist ein weiterer Wunsch bekannt geworden, den die zweimalige Olympiasiegerin ihrem Sohn, Ex-Skistar Felix Neureuther gegenüber vor ihrem Tod gegenüber geäußert hat. „Ganz expliziter Wunsch“ seiner Mutter sei es gewesen, dass er wieder als TV-Experte auftrete, um vom Ski-Weltcup in Wengen am Lauberhorn zu berichten. Wengen sei für die ganze Familie ein „Kraftort“ gewesen, erklärte Neureuther im Ersten. 

„Felix, fahr' nach Wengen“, das habe ihm seine Mutter noch vor ihrem Tod auf den Weg gegeben. „Genieße es, hier in dieser tollen Kulisse zu sein.“ Neureuthers Vater Christian, ebenfalls erfolgreicher Skifahrer, war in Wengen zweimal siegreich, er selbst sei dort „ein paar Mal nicht ganz so schlecht gefahren“. Und Rosi Mittermaier wiederum war siegreich im angrenzenden Grindelwald.

Rosi Mittermaier hatte erst vor einem halben Jahr von ihrem Krebs-Leiden erfahren

Neureuther verband sein Statement mit harscher Kritik am „Halligalli“-Skitourismus. Wengen sei ganz anders:„ Hier wird seriöser Sport betrieben“, deshalb sei es gut, hier zu sein – „und auch absolut im Sinne der Mama“.

Den Job versteht Neureuther zugleich als Trauerarbeit, um den Tod Rosi Mittermaiers zu verarbeiten. Es müsse „bei uns zuhause ein Stück weit Normalität einkehren“, so Neureuther. „Das ist ganz wichtig für unseren Prozess in der tiefen Trauer.“

Rosi Mittermaier war am 4. Januar verstorben, ein halbes Jahr, nachdem sie von ihrer Krebsdiagnose erfuhr. Ihr Leichnam wurde neben ihren Schwiegereltern Margarethe und Gottfried Neureuther in ihrer Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen beigesetzt.