Alexander Zverevs dramatische Momente in Paris. IMAGO/Meng Dingbo

Nach dem Drama auf dem Platz grüßt ein sichtlich angeschlagener Alexander Zverev seine Fans mit einer Internet-Botschaft.

Der 25-Jährige rechnet damit, dass er beim dramatischen Halbfinal-Aus in Paris eine „schwere Verletzung“ erlitten hat. Zverev hatte die Partie der French Open gegen Rafael Nadal beim Stand von 6:7 (8:10), 6:6 nach 3:13 Stunden Spielzeit aufgeben müssen, nachdem er heftig umgeknickt war. Er wurde im Rollstuhl vom Court geschoben und kam dann aber noch mal an Krücken zurück, um seinem Gegner zu gratulieren.

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Im Rollstuhl wurde Zverev vom Platz gebracht. AFP/Anne-Christine Poujoulat

Alexander Zverev: „Ein schwieriger Abend für mich“

In der Nacht äußerte sich der Weltranglistendritte erstmals dazu. Der Schock ist ihm dabei noch anzumerken. „Ein schwieriger Abend für mich“, so der Olympiasieger. Und weiter: „Es sieht aus, als hätte ich eine schwere Verletzung, aber das medizinische Team und die Ärzte checken es noch“, sagt Zverev in einem Video bei Instagram: „Ich halte euch alle auf dem Laufenden.“

Auf Krücken kehrte Alexander Zverev zurück und gratulierte seinem Gegner. IMAGO/Meng Dingbo

Zverev sprach davon, dass es für ihn auf dem Court Philippe Chatrier ein „fantastisches Match“ gewesen sei bis zu dem „natürlich sehr schwierigen Moment, als passiert ist, was passiert ist“. Er musste damit auch die Hoffnung auf seine erste Finalteilnahme in Paris und sein zweites Major-Endspiel überhaupt aufgeben.

„Ich möchte natürlich Rafa gratulieren und ich hoffe, dass er mit seinem 14. Titel weitere Geschichte schreiben kann“, fügte Zverev an.

Alexander Zverev bei seiner Instagram-Nachricht. Instagram/alexzverev123

Michael Stich hatte ähnliche Situation

Aus aller Welt bekommt der 25-Jährige Mitgefühl und Genesungswünsche. So auch vom früheren Wimbledonsieger Michael Stich, der sich schmerzhaft an eine eigene Verletzung erinnert fühlt. „Ich habe damals dreieinhalb Monate Pause machen müssen, hatte Reha und Wiederaufbautraining“, sagte Stich (53) bei Sky über seine Verletzung 1995 in Wien.

Ähnlich wie Zverev am Freitag in Paris  war Stich damals mit dem Fuß komplett umgeknickt. „Als ich wiederkam, habe ich direkt das erste Turnier gewonnen und mich erneut verletzt“, sagte der Olympiasieger von 1992. „Ich habe die Zeit genutzt, um an meinem Spiel zu arbeiten, meine Schwächen zu identifizieren und mich neu herauszufordern. Vielleicht kann Alexander Zverev das ähnlich machen.“