Mick Schumacher hat das Siegerlächeln seines berühmten Vaters. Jetzt will auch der Schumi-Sohn die Formel 1 aufmischen.  Foto: dpa

Formel-2-Jungstar Mick Schumacher (21) kann mit Siegen am ersten der beiden Bahrain-Wochenenden seinen Titel perfekt machen. Im Qualifying strandete er allerdings auf Rang zehn, während WM-Rivale Callum Ilott (22) von der Pole-Position startet. Auch mit der Bekanntgabe seines Formel-1-Vertrags bei Ferrari-Kunde Haas muss sich Mick noch gedulden. Der KURIER weiß schon jetzt, was den Sohn von Michael Schumacher (51) im Haasen-Stall erwartet.

Der Stallbesitzer

Gene Haas (68): Der US-Milliardär ist als Hersteller von CNC-Maschinen in der Automobil-Hochburg Ohio einer der wichtigsten Zulieferer. Und er ist ein sogenannter „Petrol-Head“ (Rennsport-Enthusiast), der nach Erfolgen in der NASCAR-Serie mit Stewart-Haas-Racing im Jahr 2016 mit seinem eigenen Formel-1-Team an den Start ging. Das sitzt in Kannapolis (North Carolina), hat aber eine Europa-Filiale in der ehemaligen Marussia-Fabrik im britischen Banbury. Haas baut das Chassis selbst, bezieht aber 70 Prozent der Teile von Ferrari.

Der Teamchef

Günther Steiner (55): Der Südtiroler war von 2001 bis 2003 unter Niki Lauda (70) Technikchef des Jaguar-Teams. Nach dem Ford-Ausstieg war er Technikdirektor im Opel Performance Center und wurde 2005 Betriebsleiter beim Red-Bull-Team. Danach baute er dessen NASCAR-Team in den USA auf und wurde 2014 Haas-Teamchef. Berühmt wurde Steiner durch die Netflix-Doku „Drivo to Survive“, in der er durch seine markigen F...-Wort-Sprüche viele neue Fans gewann.

Das Auto

VF20: Aufgrund der Gleichteile-Politik hängt Haas vom Erfolg und Misserfolg Ferraris ab. Dank des Schummel-Motors waren die Fahrer Romain Grosjean (34) und Kevin Magnussen (28) in den Vorjahren oft Top-Ten-Kandidaten, seit den FIA-Restriktionen schaffen sie es fast nie ins zweite Quali-Drittel. Doch Ferrari-Teamchef Mattia Binotto (51) verspricht für 2021 einen neuen Motor, mit dem es wieder aufwärts gehen soll. Und der aussortierte Magnussen verriet Mick in Bahrain: „Ich glaube, er findet kein besonders schwer zu fahrendes Auto vor. Es ist ein gutes Auto. Wir sind langsam, weil uns von allem ein bisschen fehlt, nicht, weil das Auto schwer zu fahren ist.“

Der Kollege

Nikita Mazepin (21): Der Sohn des russischen Kali-Milliardärs Dmitry Mazepin (52) wurde in seiner Formel-3-Zeit vom Kölner Physiotherapeuten Daniel Schlösser (44) betreut und ist derzeit Sechster in der Formel 2. In der Szene gilt als sicher, dass sich Papa Mazepin einkauft, auch wenn Steiner beteuert: „Mister Haas will nicht verkaufen und hat sich entschieden, weiterzumachen.“ Aber ein bisschen Kali-Kohle kann der Entwicklung ja nicht schaden.