Erst mal Händeschütteln, dann das Auto tauschen: Kimi Räikkönen (l.) und Mick Schumacher.  Foto: Imago/Action Plus

Der Kumpel-Crash von Sebastian Vettel (34) mit Kimi Räikkönen (41) in der letzten Runde des Österreich-GP erinnerte viele an ihr Ferrari-Fiasko in Singapur 2017. Und er bestärkte die Kritiker, die beide nach ihren erfolglosen Scuderia-Jahren in Rente schicken wollten. Nicht nur DTM-Boss Gerhard Berger (61) wähnt Kimi und Vettel „am Ende ihrer Karriere angelangt“ – und sähe sie gerne in seiner Serie.

Das ist natürlich Wunschdenken des Österreichers, doch ihre Formel-1-Zeit nähert sich definitiv dem Ende. Während Vettel („Ich fahre so lange, wie ich mit dem Herzen dabei bin“) noch zwei Jahre Vertrag bei Aston Martin hat und als Anteilseigner natürlich auch an das Projekt glauben muss, läuft Räikkönens Vertrag bei Alfa Romeo aus. Und bei den Italienern gibt es nicht wenige, die Mick Schumacher (22) lieber heute als morgen ins Auto setzen würden.

Schumis Sohn bleibt gelassen

Wird der Haas-Neuling noch in der laufenden Saison zum Alfa-Tier? Die Spekulation, dass Mick Kimi in der nächsten Saison ersetzen soll, tauchte bereits in Spielberg auf.

Dazu sagte Mick lapidar: „Mein Kopf ist im Hier und Jetzt. Was nächstes Jahr passiert, ist in der Schwebe, das wird man vielleicht in ein paar Wochen sehen.“ Durch den Kimi-Crash und die Rivalität zwischen Mick und Haas-Kollege Nikita Mazepin (22) nimmt das Wechselspiel Fahrt auf.

Das spricht dafür: Eigentlich hätte Mick sein Formel-1-Debüt ohnehin im früheren Sauber-Team geben sollen, für das er schon ab 2019 mehrfach getestet hatte. Doch Kimi wollte unbedingt noch weiterfahren und Ferrari entschied, den Italiener Antonio Giovinazzi (27) als Werbefigur im Alfa zu belassen und dem zweiten Kundenteam Haas die Ausbildung von Mick und Mazepin zu übertragen.

Dauer-Stunk mit Russen-Rüpel

Doch im Haasen-Stall gibt es Dauer-Stunk mit dem Rüpel-Russen, der Mick wegen dessen etwas leichteren Chassis erneut Bevorzugung vorwarf und über seinen Milliardärs-Papa Dmitry (53) Druck auf Teamchef Günter Steiner (56) machte. Der konnte den Vorwurf nicht ausräumen: „Da geht es nicht um 20 Kilo. Aber klar, ein schwereres Auto macht dich nicht schneller, das sagt schon die Physik.“

Und was sagt Steiner zum kolportierten Mick-Wechsel zu Alfa? „Ferrari bestimmt, wo ihre Piloten fahren“, sagt er, behauptet aber: „Wir müssen uns noch einige Dinge anschauen, sind aber nicht weit davon entfernt, unsere Fahrer für 2022 zu bestätigen.“ Ein Dementi ist das nicht, denn eigentlich sollen Mick und Mazepin einen „mehrjährigen“ Vertrag haben.