Die Bildkombination zeigt Mick Schumacher (l.) mit seinem Vater Michael. Foto: Andrej Isakovic und Patrick Hertzog / AFP

Der Titelgewinn in der Formel 2 war für Mick Schumacher (21) schon eine emotionale Achterbahnfahrt. Am Abend nach der Feier erlebte sie der künftige Formel-1-Jungstar noch einmal bei RTLs „Menschen Bilder Emotionen“ mit Günther Jauch (64). Der Moderator fragte nach dem Vergleich zu seinem erfolgreichen Vater Michael Schumacher (51) und dessen Gesundheitszustand.

Der sportliche Druck war bei Mick abgefallen, als er trotz des enttäuschenden 18. Platzes im Finale den Meisterpokal in den Himmel über Bahrain recken durfte. Wie groß er war, gab der Weltmeister-Sohn im Gespräch mit Jauch zu: „Das war sehr wichtig für mich, dass ich als Meister jetzt in die Formel 1 einsteige. Das ist jetzt ein Riesensprung, man kann viel mehr entwickeln.“

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In der Formel 1 wartet nun auf Mick am Freitag vor dem WM-Finale in Abu Dhabi seines erstes Training im neuen Dienstwagen Haas-Ferrari. „Ich freue mich, jetzt die Jungs von Haas kennenzulernen. Es wird ein sehr spannendes Wochenende, es wird sehr viel zu lernen geben“, sagte Mick vor der nächsten Etappe seiner Karriere.

In der Königsklasse bleibt natürlich der ständige Vergleich mit seinem erfolgreichen Vater nicht aus. Für Mick kein Problem, wie er bereits im KURIER-Interview im März 2019 betonte: „Ich habe kein Problem mit Vergleichen zu meinem Papa. Denn mein Papa ist der Beste, darum ist er auch mein Idol.“ Ähnlich äußerte er sich nun bei Jauch und schwärmte: „Im Endeffekt ist er der Beste, er wird immer der Beste bleiben für mich. Deshalb bin ich froh, mich mit ihm vergleichen zu dürfen.“

Doch wie es seinem nach dem tragischen Skiunfall Ende 2013 abgeschieden in der Reha lebenden Vater geht, ist ein Tabu-Thema. Jauch schnitt es trotzdem an: „Ich verstehe, dass sich Ihre Familie seit Jahren konsequent nicht zum Gesundheitszustand Ihres Vaters äußert. Aber ich weiß, dass Millionen Menschen gerade Ihrer Familie gerne zurufen würden: Bleiben Sie gesund, beziehungsweise werden Sie gesund. Ich hoffe, dass eine solche Anteilnahme für Sie vier in Ordnung geht?“ Mick wich der Vater-Frage allerdings aus und antwortete eher allgemein: „Ja, ja. Ich habe die Frage nicht ganz verstanden. Aber natürlich ist es wichtig, dass alle gesund bleiben.“

Mick Schumacher zusammen mit seiner Mutter Corinna. Foto: Imago images/Hartenfelser

Mick tritt nun in der Formel 1 das Erbe seines Vaters an, hat ihn dabei aber nicht an seiner Seite. Die Rolle des Mentors übernimmt Schumi-Freund Peter Kaiser (51) und auch Sebastian Vettel (33) will Mick trotz seines traurigen Abschieds von Ferrari mit Rat zur Seite stehen.

„Ich mag Mick, er ist ein Super-Kerl und wir kommen extrem gut miteinander aus. Genauso wie es geholfen hat, dass Michael mir Ratschläge gegeben hat, wenn ich ihn gefragt habe, versuche ich nun das Gleiche zu machen“, sagt Vettel und schwärmt: „Das beeindruckende ist der Schritt, den er gemacht hat von letztem Jahr auf dieses Jahr. Mick ist einer, der immer lernt und sich immer weiterentwickeln kann, wo viele vielleicht stehen bleiben. Schade, dass Michael nicht hier ist und seinen Aufstieg in die Formel 1 miterleben kann.“