Mick Schumacher drehte seine Runden im alten Ferrari von Sebastian Vettel. Foto: Imago/Federico Basile

Der nächste Schumacher im Ferrari. Mick Schumacher (21) durfte auf der Hausstrecke in Fiorano den SF71H von 2018 testen, in dem Sebastian Vettel (33) Vizeweltmeister wurde. Und der Sohn von Michael Schumacher (52) ließ die Rote Göttin mehr als 50 Runden richtig fliegen.

Den SF71H kannte Mick schon vom ersten Driver-Academy-Test am 30. September und so konnte er sich nach ersten Warm-up-Runde und Trainingsstarts schon mehr ans Limit wagen.

Mick Schumacher: Endlich wieder im Rennwagen sitzen

„Endlich wieder in einem Rennwagen zu sitzen, ist ein Gefühl, das mir sehr gefehlt hat“, sagte Mick hinterher. „Es war definitiv ein positiver Tag auf der Strecke. Wir haben es geschafft, das gesamte Programm, das wir geplant hatten, ohne Probleme zu überstehen, und es war sehr nützlich, angesichts der kommenden Saison so viele Kilometer am Steuer zurücklegen zu können.“

Mick sprühte nur so vor Elan: „Es war mir eine Freude, mich wieder mit den Ingenieuren und Mechanikern zu treffen, mit denen ich im letzten September zusammengearbeitet habe, und ich kann es kaum erwarten, wieder ins Auto zu steigen.“

Ein anderer Fahrer feierte zuvor sogar sein Debüt in Rot: Carlos Sainz (26), der Vettel-Nachfolger als Kollege von Charles Leclerc (23), fuhr auch den SF71H und war danach hin und weg: „Endlich einen Formel-1-Ferrari zu bewegen, da bekam ich Gänsehaut. Wenn du den Helm aufsetzt, das Visier herunterklappst und auf die Bahn fährst, bist du ganz auf die Arbeit konzentriert. Alles fühlte sich bald vertraut an. Der Wagen lief gut, ich machte keine Fehler. Es klingt nach wenig, aber das waren magische Momente.“

Trotz aller Glücksgefühle bleibt die Frage: Was nützt es, einen drei Jahre alten Ferrari zu fahren? Sainz erklärt: „Das ist aus vielerlei Perspektiven nützlich. Ich konnte die ganzen Bedienungselemente am Lenkrad üben und Startversuche machen. Ganz wichtig ist die Verständigung mit dem Renningenieur, dazu lernte ich all meine Mechaniker kennen. Es gibt jede Menge Details, die mir bei der weiteren Arbeit helfen werden.“

Das hofft natürlich auch Mick Schumacher vor seinem ersten offiziellen Test im neuen Haas-Ferrari vom 12. bis 14. März in Bahrain. Der besteht ja aus gut 70 Prozent Ferrari-Teilen, deshalb hofft Schumis Sohn natürlich, dass der neue SF21 mit komplett neuentwickeltem Motor keine rote Gurke wird und etwas vom Riesen-Rückstand auf Mercedes abknabbern kann. Sonst wird es auch für Mick eine ganz bittere Debüt-Saison am Ende des Fahrerfeldes.