An der Lackierung des Haas in den russischen Landesfarben entzünden sich die Geister. Foto: dpa/Haas F1 Team

Die Überraschung war groß, als das Haas-Team sein Auto für die neue Formel-1-Saison enthüllte. Der neue Bolide VF-21 aus amerikanisch-italienischer Fertigung ist in den russischen Staatsfarben Weiß, Blau, Rot lackiert. Ein Kniefall vor Sponsor Uralkali, der Firma des Vaters von Mick Schumachers (21) Teamkollegen Nikita Mazepin (22).

Ob man das nun schick, geschmacklos oder normal findet (wer zahlt, bestimmt), ist das eine. Wichtig ist, was das Auto auf der Piste kann, welche Chancen es auch Mick für sein Debüt 30 Jahre nach dem seines Vaters Michael Schumacher (52) gibt.

Heiß auf die ersten Runden

Mick nimmt das Aussehen des Dienstwagens eher von der praktischen Seite: „Wenn das die Teamfarben sind, bin ich happy. Es ist ein sehr schönes Auto. Hauptsache,  es ist schnell. Ich freue mich darauf, darin meine Runden zu drehen.“

Die ersten Kilometer wird der noch nicht mit dem Ferrari-Antriebsstrang montierte VF-21 erst beim Bahrain-Test ab dem 12. März absolvieren. Mick ärgerte sich über die Mini-Vorbereitung: „Nur eineinhalb Testtage vor dem ersten Rennen zu haben, ist nicht ideal. Jeder Kilometer hilft.“

Deshalb verbringt er so viel Zeit wie möglich im Ferrari-Simulator in Maranello, um sich auf die vielen neuen Strecken einzuschießen. Die Wüsten-Piste in Bahrain kennt der Formel-2-Weltmeister schon vom ersten Formel-1-Test im März 2019 im Alfa Romeo und letztjährigen WM-Finale.

Mick hoff auf ein Grinsen

Ob er hoffe, beim dortigen WM-Start (28. März) ein besseres Debüt als sein Vater zeigen zu können, der am 25. August 1991 in Spa durch einen Getriebeschaden im Jordan nach 700 Metern ausfiel, sagte Mick grinsend: „Ich weiß ja nicht, wie das Rennen läuft, aber ich hoffe natürlich, dass ich danach mit einem Grinsen und Schmetterlingen im Bauch aus dem Auto steige.“

Wofür es nach Team-WM Platz 9 im Vorjahr diesmal reicht, hängt maßgeblich von der Power des Ferrari-Motors ab. Mick: „Wir wollen unsere Chancen nutzen und alles daran setzen, weiter nach vorne zu kommen.“