Ein echter Zweikampf ist auf der Piste nicht drin, Mick Schumacher muss sich im lahmen Haas von Lewis Hamilton (r.) überholen lassen. Foto: dpa/Hasan Bratic

Unter den Augen von Mama Corinna (52) schlug Mick Schumacher (22) auch auf der Todesstrecke Imola seinen Haas-Rivalen Nikita Mazepin (22). Schumis Sohn startet am Sonntag von Rang 18 in den Großen Preis der Emilia-Romagna (15 Uhr, RTL & Sky). WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (36) sicherte sich seine 99. Poleposition und geht vorm Red-Bull-Duo Sergio Perez (31) und Max Verstappen (23) als Erster ins Rennen.

Spott für Mazepin

Große Freude bei Jung-Schumi, der Mazepin fünf Zehntel abnahm. Und es hätten sogar mehr sein können. „Es gibt noch ein paar Zehntel, die ich in der Schikane habe liegen lassen“, haderte der ehrgeizige Mick, der aber „generell sehr happy“ war: „Ich glaube, wir können zufrieden sein. Natürlich fehlt uns noch ein Tick auf die Vorderen, aber wir sind ein gutes Stück näher rangekommen als in Bahrain.“

Miese Laune dagegen bei Mazepin. Der Russe behinderte auf seiner Runde auch noch Antonio Giovinazzi (27). „Was macht dieser Kerl da“, motzte der Alfa-Italiener über den Renn-Rüpel. Mazepin, der nach einer Busengrapsch-Attacke beim Debüt in Bahrain in der ersten Runde gecrasht war, musste sich wegen eines Trainingscrashs und Drehers reichlich Spott gefallen lassen.

Vettel-Fluch hält an

Auch Sebastian Vettel (33) war alles andere als glücklich, sein Fluch geht dagegen auch bei Aston Martin weiter. Nach seinem peinlichen Debüt in Bahrain, wo er nach Pannen-Quali und Auffahrunfall mit Esteban Ocon (24) nur Vorletzter geworden war, scheiterte er wieder am Top-Ten-Qualifying. Der Ex-Weltmeister landete sogar hinter Williams-Jungspund George Russell (23) auf dem 13. Platz. Peinlich für Vettel: Sein junger Teamkollege Lance Stroll (22) schaffte es auf Platz zehn.

„Ich bin nicht glücklich mit der Runde“, haderte Vettel. „Es ist sehr eng. Eine etwas bessere Runde hätte wohl eine deutlich bessere Platzierung bedeutet.“

Nachteile gegenüber Ferrari

Aber auch mit dem Fahrverhalten seines Bond-Autos ist er noch unzufrieden. Das leidet wegen seines geringeren Anstellwinkels mehr unter dem per Reglement beschnittenen Unterboden als die Red-Bull- und Ferrari-Autos. „Es ist ziemlich klar, dass wir im Vergleich zum Vorjahr im Nachteil sind“, hadert Vettel. „Aber die Möglichkeit, innerhalb der Saison zu wechseln, gibt es nicht. Es ist, wie es ist. Wir müssen das Beste draus machen.“