Mick Schumacher unterhält sich angeregt mit seinem neuen Teamchef Günther Steiner. Foto: imago images

Am Freitag wird es ernst für Mick Schumacher (21). Der frischgebackene Formel-2-Weltmeister gibt in Abu Dhabi ab 10 Uhr sein Formel-1-Debüt für sein neues Haas-Team. Und dabei hat der Sohn von Michael Schumacher (51) einen ganz besonderen Glücksbringer seiner Eltern dabei: Das goldene Sonnen-Amulett trägt er stolz am Halsband.

Mick, unser Sonnenstern. Stolz werden Michael und Corinna Schumacher aus der fernen Schweiz zuschauen, wie ihr Sohn sein erstes Formel-1-Training fahren wird.

Mick sitzt im Auto des beim Feuerunfall in Bahrain verletzten Romain Grosjean (34), der auch in Abu Dhabi vom Brasilianer Pietro Fittipaldi (24) ersetzt wird. Und dabei muss er sich nicht nur an den im Vergleich zu seinem Prema-Boliden gut 320 PS stärkeren Haas-Ferrari gewöhnen, sondern das in dieser Saison sehr launische Auto fürs WM-Finale am Sonntag (14.10 Uhr, RTL & Sky) abstimmen.

„Es ist natürlich super, dass ich schon jetzt die Chance bekomme, mich mit dem neuen Auto und dem Team fürs nächste Jahr anzufreunden, die vielen Abläufe zu lernen. Das wird ein großer Tag in meiner Karriere“, freut sich Mick. Nach seinem Formel-2-Titel in Bahrain düste er schon mit Haas-Teamchef Günther Steiner (55) und Co ins benachbarte Emirat.

Mick Schumacher zeigt das Glücks-Amulett. Foto: privat

Gestern absolvierte er mit Renningenieur Gary Gannon die übliche Streckenbesichtigung, die Teammitglieder Maurizio Barbieri und Leonardo Di Biase arbeiteten schon mit seinem Vater Michael bei Ferrari.

Mick erklärt seinen Arbeitstag unter Corona-Bedingungen: „In Abu Dhabi lebe ich in der Haas-Blase und werde sehen, wie die Arbeit in der Formel 1 ausschaut und den Ablauf mit dem Team lernen.“ Und er wird natürlich versuchen, den Haas heile zu lassen: „Ich will mein Bestes abliefern und mich als Fahrer weiterentwickeln.“

Mit seinem ersten Formel-1-Training hat er schon einen kleinen Vorsprung gegenüber seinem neuen Teampartner Nikita Mazepin (21), der erst beim Young-Driver-Test am 15. Dezember in Bahrain erstmals fahren darf. Dem russischen Milliardärssohn wurde von Steiner nach seinem sexistischen Busengrapscher-Video erstmal der Kopf gewaschen. Mazepin flog nur deshalb nicht raus, weil sein steinreicher Papa Dmtry (52) mehrere Millionen ins US-Team investieren will.

Mick hat kein Problem mit seinem extrovertierten Kollegen, der sich schon früher in den sozialen Medien mit Tattoo-Schönheiten zeigte: „Wir waren im Kartsport auch schon Teamkollegen, daher freue ich mich darauf sehr. Er hat dieses Jahr gezeigt, dass er sehr schnell ist. Dass er sehr wissbegierig ist, dass er hart an sich arbeitet. Wir sind beide sehr hungrig und möchten jetzt loslegen.“

Mit Mick zusammen auf der spektakulären Strecke in der Wüste ist übrigens auch Robert Kubica (36). Der Pole, der sich 2006 und 2010 mit Papa Schumi duellierte, darf dank seines Sponsors Orlen noch einmal den Alfa Romeo testen. Im anderen Alfa sitzt Callum Ilott (22), den Mick im Formel-2-Titelrennen besiegte.