Mick Schumacher dreht am dritten Testtag in Bahrain im Haas erstmals so richtig auf. Foto:  Imago/Motorsport Images

 Endlich viel fahren, endlich ans Limit gehen. Mit seinen 77 Runden am letzten Testtag in Bahrain war Mick Schumacher (21) zufrieden, obwohl er im Haas-Ferrari VF-21 fast zwei Sekunden langsamer war als der bis dahin Schnellste Sergio Perez (31) im Red Bull-Honda. „Die ganzen Runden waren sehr positiv. Es hat einfach Spaß gemacht“, sagte der Neuling zwei Wochen vor dem WM-Start an gleicher Stelle. „Ich fühle mich gut, ich fühle mich bereit.“

Für den Showdown in der Wüste, wo sein Vater Michael Schumacher (52) im Jahr 2010 sein Comeback gab, hat sich Mick zunächst mal kleine Ziele gesetzt: Im Qualifying schneller sein als Haas-Kollege Nikita Mazepin (22). Und dann das Rennen ohne Defekt und unfallfrei beenden: „Dann würde ich mit einem Grinsen im Gesicht aus dem Auto steigen.“

Haug traut Mick viel zu

Ein alter Schumi-Kumpel traut Mick ein gutes Debüt zu: Norbert Haug (68). Der Ex-Mercedes-Sportchef sagte bei Sky: „Für mich ist Mick ein schneller Lerner und guter Fahrer. Er hat in der Formel 3 und 2 den Titel geholt gegen härteste Konkurrenz. Wenn er im Haas maximal 14. werden kann, will er 13. werden. Das ist seine persönliche Poleposition.“

Damit würde Mick auch Papa Schumi stolz machen, und für den hat sich Mick noch drei besondere Geschenke ausgedacht: Er fährt mit dem MS-Logo auf den blauen Rennstiefeln. Er ließ Helm-Designer Jens Munser neben Schumis sieben Sternen auch dessen Drachen auf seinen gelben Helm mit Deutschland-Flagge lackieren. Und er entschied nun doch, dass ihn die Rennleitung mit dem Kürzel MSC führen darf , nachdem er noch 2018 seinen eigenen Weg gehen wollte: „MSC sind die Renninitialen meines Dads. Meine sind SCM.“

Magie der drei Buchstaben

Doch für sein Formel-1-Debüt führt Mick die Tradition seines Vaters nun auch mit den Initialen fort: „Ich wollte das. Es ist sehr emotional für mich, MSC wieder auf dem Zeitenmonitor zu sehen. Es ist eine besondere Bindung, die ich dazu habe, und ich hoffe, es ist für alle schön, es dort zu sehen.“

Zumal auch die Entstehungsgeschichte eine besondere ist. Die Kürzel wurden im Jahr 2000 eingeführt und alle Piloten bekamen die ersten drei Buchstaben ihres Nachnamens zugeteilt. Doch weil neben Schumi auch schon Bruder Ralf in der Formel 1 war, bekamen sie MSC und RSC.

Und die Geschichte könnte sich ja auch bei ihren Söhnen wiederholen. Denn auch Ralfs derzeit in der Formel 3 fahrende Sohn David (19) träumt ja von der Formel 1.