Robert Lewandowski trifft doppelt und rettet die Bayern vor einer Niederlage. Foto: imago images

Immer wieder Robert Lewandowski! Immer wieder Bayerns Tormaschine. Immer wieder gegen den VfL Wolfsburg. Sonst hätten die Münchner wohl ein klein wenig mehr gelitten als beim ohnehin mühsamen 2:1 (1:1) gegen die bislang ungeschlagenen Wölfe. Inzwischen aber wissen sie: Auf Lewandowski ist Verlass.

Seine Saisontore 14 und 15 erzielt der Pole, seine Treffer 250 und 251 in der Bundesliga sind es – das ist noch einmal ein kräftiges Signal für die Wahl zum Weltfußballer des Jahres am Donnerstagabend. Wann, wenn nicht diesmal sollte er Cristiano Ronaldo und Lionel Messi, seine einzigen verbliebenen Konkurrenten, auf die Plätze verweisen können.

Gegen keinen anderen Rivalen hat Bayerns Nummer 9 eine so frappierende Bilanz. In 20 Spielen gegen den VfL hat Lewandowski nun 23-mal getroffen. Bis er und die Bayern jedoch auf Touren kommen, braucht es eine gute Halbzeit. Bevor ihr Torgarant die Partie dreht (45.+1 per Kopf, 50.), ist es so wie zuletzt immer in der Liga für den deutschen Rekordmeister und nun schon zum sechsten Mal in Folge in einem Spiel um Punkte: Er liegt 0:1 zurück, und zwar durch Maximilian Philipp (5.).

Die Wolfsburger benötigen für ihre Führung gerade mal 60 Sekunden mehr als vier Tage zuvor der 1. FC Union bei seinem 1:1. Das wurmt vor allem Manuel Neuer. Seit sieben Spielen schon wartet Bayerns Kapitän darauf, alleiniger Zu-Null-Rekordhalter zu werden und Oliver Kahn endlich abzuhängen. Es hätte den Weltmeister-Torhüter von 2014 glatt noch schlimmer treffen können. Aber Wout Weghorst steht bei seinem Tor im Abseits (16.) und David Alaba fälscht einen Hammer von Philipp gerade so zur Ecke ab (29.).

Es wird immer deutlicher, dass die Bayern personell auf dem Zahnfleisch krauchen. Weil durch die Ausfälle von Joshua Kimmich (kommt nach Meniskusverletzung vielleicht noch vor Weihnachten zurück), Javi Martinez und nun auch Leon Goretzka (muskuläre Probleme) alle Abräumer vor der Abwehr fehlen, gibt Corentin Tolisso dort sein Debüt. Seine Lieblingsposition scheint das nicht zu werden. Auch sonst, vor allem an Serge Gnabry, Thomas Müller und auch Leroy Sané zu erkennen, fehlt den Münchnern die Lockerheit. Ein Glück, dass Neuer hellwach ist und gegen VfL-Joker Bartosz Bialek (84., 85.) mit Glanzparaden den Dreier rettet.

Damit ist alles klar für den Jahres-Showdown am Sonnabend gegen Leverkusen. Noch aber sind nicht die Bayern Erster, nach dem 4:0 in Köln bleibt es Bayer…