Primoz Roglic muss die Tour ohne direkten Zuspruchs seines Sportdirektors zu Ende bringen. Foto: Imago Images

Da kann man ja doch wohl mal ausrasten. Der Sportdirektor des Jumbo-Visma-Teams des Gesamtführenden Primoz Roglic hat bei der Tour de France einen Funktionär bepöbelt. Der gute Mann wollte es nämlich genau wissen und hat am Rad des designierten Tour-Siegers 2020 herumgeschraubt. „Ich bin sauer geworden, als der Beauftragte den Kurbelsatz von Primoz Rad ausgebaut hat. Wir stehen für einen fairen Sport und das beinhaltet Kontrollen, aber das muss auch vernünftig bleiben“, sagte Sportdirektor Merijn Zeeman später. „Ungeachtet davon hätte ich cool bleiben müssen und den UCI-Beauftragten auf eine respektvollere Art ansprechen sollen.“

Der Funktionär hatte nach einem versteckten Motor gesucht. Weil ihm Turbo-Roglic verdächtig vorkam? Der Slowene ist ja auch eine Rakete am Berg.

Zeemann jedenfalls soll den Offiziellen während der Kontrolle der Räder fies beleidigt haben, wie unter anderen die Nachrichtenagentur AP berichtete. Nach Angaben seines Teams darf er zwar Teil des Teams bleiben für die verbleibenden Etappen der Tour, aber keine offizielle Funktion im zugangsbeschränkten Bereich der Wettfahrt mehr ausüben. Roglic hatte am Donnerstag auf der 18. Etappe seinen Vorsprung von 57 Sekunden auf seinen Landsmann Tadej Pogacar verteidigt.