Trainer Ulli Wegner erholt sich von seiner OP, bereitet Kubrat Pulew (r.) in der Reha-Klinik auf den WM-Kampf vor.  Foto: Imago Images

Berlin -  Not macht erfinderisch: Weil Boxtrainer Ulli Wegner nach seinem Oberschenkelhalsbruch noch immer nicht ganz fit ist, bereitet er seinen Schützling Kubrat Pulew in der Reha-Klinik Hoppegarten taktisch auf den WM-Kampf gegen Dreifach-Weltmeister Anthony Joshua vor - trotz Coronakrise.

„Die Klinik-Chefs zeigen sich als große Sportfans und räumen mir die Möglichkeit der theoretischen Kampf-Vorbereitung in meinem Krankenzimmer ein“, sagte Wegner (77) der Märkischen Oderzeitung. Ob der für den 20. Juni im Fußballstadion des englischen Klubs Tottenham Hotspur anvisierte Schwergewichts-Kampf tatsächlich stattfindet, ist angesichts der Corona-Pandemie aber ungewiss.

Pulew nur von Klitschko verhauen 

Sollte der Bulgare Pulew gegen den haushohen Favoriten Joshua in den Ring steigen, verspricht Wegner einen tollen Fight. „Ich übernehme eine große Verantwortung. Da geht es um Millionen-Zuschauer und Millionen Euro“, sagte der Boxtrainer: „Ich würde den Job nicht übernehmen, wenn ich nicht der festen Überzeugung wäre, dass Kubrat durchaus die Fähigkeiten besitzt, den Ring als Sieger zu verlassen.“

Bei seiner bisher einzigen Niederlage in 29 Profikämpfen hatte Pulew im November 2014 gegen Wladimir Klitschko nicht den Hauch einer Chance. „Eine harte Lehrstunde für mich“, erinnerte sich der 38-Jährige: „So ein Fehler passiert mir nicht wieder.“