Der heutige Hoffenheimer und ehemalige Union-Profi Grischa Prömel musste verletzt aus dem Stadion getragen werden.
Der heutige Hoffenheimer und ehemalige Union-Profi Grischa Prömel musste verletzt aus dem Stadion getragen werden. Imago/Jan Huebner

Ist das bitter! WM-Traum geplatzt. Die Chance war ohnehin nicht riesig. Aber wie seine eisernen Ex-Kollegen Robin Knoche und Rani Khedira hatte es Grischa Prömel auf die 55 Namen umfassende Liste von Bundestrainer Hansi Flick geschafft, aus denen sich am Ende das Aufgebot für das Turnier in Katar (ab 20. November) rekrutiert. Das ist vorbei, denn Prömel erlitt im Spiel seiner Hoffenheimer gegen RB Leipzig einen Knöchelbruch!

Nicht mal eine Viertelstunde war gespielt, da ereignete sich das Drama. Christoph Baumgartner rauschte von vorne mit einer Grätsche in den Kollegen rein, der gerade versucht hatte, Dani Olmo zu stoppen. Und Prömel wusste es sofort. Der Mittelfeldspieler lag auf dem Rasen, zeigte mit den Händen einen Bruch an und deutete eine Trage an. Auf eigenen Füßen hätte er den Platz nicht mehr verlassen können. Dabei wirkte der 27-Jährige zunächst erstaunlich gefasst, von Schmerzen und Verzweiflung war nichts zu erkennen. Vielleicht stand er da noch ein wenig unter Schock.

Ex-Unioner Prömel wurde sofort operiert

Nur wenig später bestätigte sich Prömels Verdacht. Der gebürtige Stuttgarter hatte einen Bruch des rechten Außenknöchels erlitten und wurde noch am Sonnabendabend in Heidelberg operiert. Prömel, der vor der Saison ablösefrei vom 1. FC Union Berlin zu den Kreichgauern zurückgekehrt war, wird der TSG mehrere Monate lang fehlen. Manch einer geht gar vom Saison-Aus aus.

„Das ist ein trauriger Tag für uns“, kommentierte TSG-Trainer André Breitenreiter die schwere Verletzung seines Mittelfeldmotors, der es laut Breitenreiter zuletzt sogar „in den Notizblock“ von Bundestrainer Hansi Flick geschafft hatte. Auch Abwehrchef Kevin Vogt war entsetzt: „Uns bricht eine Säule weg.“

Prömel wurde unter Nagelsmann mit Hoffenheim U19-Meister

Noch deprimierter zeigte sich allerdings Christoph Baumgartner. Der Österreicher war nach einer knappen Viertelstunde unglücklich mit seinem Mitspieler zusammengeprallt: „Für mich ist es schlimm, weil ich ihn verletzt habe. Es tut mir extrem leid.“

Prömel hatte im Sommer nach 141 Spielen für den 1. FC Union (20 Tore) einen emotionalen Abschied aus Köpenick gefeiert und war zu seinem Jugendklub zurückgekehrt, wo er sich auf Anhieb einen Stammplatz erobert hatte. Unter Trainer Julian Nagelsmann hatte er mit den Badenern 2014 die deutsche A-Junioren-Meisterschaft gewonnen.

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