Gleich mehrere Kicker von Preußen Münster wurden in Essen von einem Böller verletzt. Nun wurde der Täter zu einer Haftstrafe verurteilt. 
Gleich mehrere Kicker von Preußen Münster wurden in Essen von einem Böller verletzt. Nun wurde der Täter zu einer Haftstrafe verurteilt.  imago

Knall-Urteil nach Böller-Eklat! Das Amtsgericht Essen verurteilt einen 29 Jahre alten Familienvater wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zwei Monaten. Das hohe Strafmaß macht eine Aussetzung zur Bewährung nicht möglich. Der Familienvater muss für zwei Jahre ins Gefängnis!

Dass diese schlimmen Szenen ein Nachspiel haben werden, lag auf der Hand. Anfang Februar sorgten Chaoten für einen Spielabbruch beim Regionalliga-Topspiel zwischen Rot-Weiß Essen und Preußen Münster und somit für einen traurigen Tag für den deutschen Amateurfußball. 

Denn gleich mehrere Personen wurden damals verletzt. Zwei Ersatzspieler, der Athletiktrainer von Münster sowie ein Balljunge erlitten ein Knalltrauma. Der Schiedsrichter hatte die Begegnung zu diesem Zeitpunkt bereits unterbrochen – und pfiff sie nach fast einer halben Stunde Unterbrechung auch nicht mehr an.

Bei Münster gegen Essen knallt es regelmäßig

Die Partien der beiden Traditionsvereine sind seit Jahren von Brisanz geprägt. Bereits beim Hinspiel in Münster hatte es nach Spielende schwere Ausschreitungen gegeben.

Nun wurde der Familienvater als Böllerwerfer überführt. Das Amtsgericht Essen erklärt: „Der Verurteilung liegt die Überzeugung des Gerichts zugrunde, dass der Angeklagte am 20.2.2022 während des Regionalligaspiels RWE gegen Preußen Münster einen Knallkörper warf, der neben den Ersatzspielern von Preußen Münster detonierte.“

Böllerwerfer anhand eines Gesichtstattoos überführt

Dabei brachte den Mann wohl ein auffälliges Gesichtstattoo ins Gefängnis. Wie die Polizei mitteilte, sei das bei der Auswertung von Fotos und Videos auffällig gewesen. 

Vor Gericht schwieg der Mann. Sein Anwalt plädierte auf Freispruch, weil die Täterschaft durch die Videos nicht zweifelsfrei nachgewiesen sei. Dem folgte das Gericht nicht. Das Urteil gegen den 29-Jährigen ist noch nicht rechtskräftig.

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