Es ist zum Verzweifeln: Karl Geiger nach dem verpatzten Springen in Innsbruck. Foto: imago images/Oryk Haist

Der Frust sitzt immer noch tief. Mit dem Einbruch in Innsbruck (Platz 16) schraubte Karl Geiger (Oberstdorf) seine Chancen auf den Gesamtsieg bei der Tournee nahezu auf null. Bundestrainer Stefan Horngacher glaubt: „Da müsste schon ein Wunder geschehen.“

Die gibt es zwar immer wieder, aber bei fast 14 Metern Rückstand auf den souveränen Tournee-Primus Kamil Stoch reicht nicht mal ein einfaches. Zumal „Karle“ nach dem Absturz keine ruhige Nacht hatte und am Ruhetag noch mit sich haderte: „Ich muss jetzt ein wenig Abstand zum Sport suchen, irgendwann ist auch das System mal überladen.“

Klar, die letzten Wochen mit Skiflug-WM-Gold, Geburt von Tochter Luisa, Corona-Quarantäne und Traum-Comeback mit dem Sieg zum Tournee-Auftakt in Oberstdorf hinterließen Spuren. Geiger wäre nicht der erste Skispringer, bei dem sich ein kleiner Rückschlag zur großen Leistungsdelle auswächst.

Das Podest ist noch drin

Diese Sorge hat auch Horngacher, deshalb steuert der Bundestrainer mit aller Macht dagegen: „Wir dürfen uns auf keinen Fall von der Situation runterziehen lassen, sondern müssen konzentriert weiterarbeiten.“ Vielleicht geht ja doch noch was.

Deshalb will Horngacher so viel Druck wie möglich von Geiger nehmen, sagt: „Wenn man bei der Vierschanzentournee einen Podestplatz macht, ist man auch ein sehr, sehr, sehr, sehr, sehr guter Skispringer. So müssen wir das jetzt sehen.“ Auf geht’s!