Silvio Heinevetter (l.) hält gegen Rok Ovnicek und macht sein 200. Länderspiel. Foto: Imago/Jan Huebner

Jawoll, so soll es sein! Deutschlands Handballer sind nach einer Glanzleistung dem Olympia-Ticket ganz, ganz nah. Beim Quali-Turnier in gibt’s ein 36:27 (22:12) gegen Slowenien, am Sonntag reicht gegen Algerien (15.45 Uhr, ZDF) schon ein Remis für Tokio.

Bundestrainer Alfred Gislason ist hinterher sichtlich zufrieden: „Es ist eine große Erleichterung, dass wir so gut gespielt haben. Die Abwehr war sehr stark, sehr beweglich, richtig gut.“

Und Torwart Andi Wolff, den er beim 25:25 gegen Schweden noch auf die Tribüne gesetzt hatte, bekommt ein Extralob: „Andi hält sehr gut hinter dieser Abwehr, dann ist das Leben natürlich leichter. Auch vorne waren wir stark.“ Bester deutscher Werfer gegen Slowenien war erneut Linksaußen Marcel Schiller mit sieben Treffern.

Druck beflügelt

Einen Tag nach dem Remis liefert das deutsche Team gegen den EM-Vierten Slowenien vor allem in der ersten Halbzeit in Abwehr und Angriff eine herausragende Leistung – im wohl wichtigsten Spiel der letzten Jahre. Der Druck, bei einer Niederlage praktisch aus dem Olympiarennen zu sein, ist riesig. Aber er beflügelt die Mannschaft.

Hinten glänzt eine bewegliche 6:0-Abwehr um den starken Innenblock Hendrik Pekeler und Johannes Golla. Vorne gibt es von sämtlichen Positionen Torgefahr. Und endlich werden die Chancen auch mal konsequent genutzt.

Aus dem Rückraum treffen abwechselnd der wurfgewaltige Julius Kühn und Steffen Weinhold, auf außen überzeugen Schiller und Timo Kastening. Am Kreis wechselten sich Golla und Pekeler erfolgreich ab.

Jubiläum für Heinevetter

Auch Teammanager Oliver Roggisch ist begeistert: „Wir machen vorne genau das, was wir uns vorgenommen haben. So einfach kann Handball sein, heute passt einfach alles.“

Auch für Silvio Heinevetter. In den letzten 15 Minuten kommt der Ex-Füchse-Hexer ins Tor und so zu seinem 200. Länderspiel. Glückwunsch.