Ryoyu Kobayashi aus Japan gewinnt die 70. Vierschanzentournee.
Ryoyu Kobayashi aus Japan gewinnt die 70. Vierschanzentournee. dpa/Daniel Karmann

Der Japaner Ryoyu Kobayashi hat die 70. Vierschanzentournee der Skispringer gewonnen, den erhofften Vierfachsieg aber verpasst. Am Donnerstag in Bischofshofen kam der 25 Jahre alte Weltklasseathlet nicht über Rang fünf hinaus, für den Gesamtsieg vor den beiden Norwegern Marius Lindvik aus Norwegen und Halvor Egner Granerud reichte es aber trotzdem. Tagessieger im Pongau wurde der Österreicher Daniel Huber. Karl Geiger musste sich trotz Führung im ersten Durchgang mit Platz drei begnügen.

Der Deutsche Sven Hannawald (2001/02), Polens Kamil Stoch (2017/18) und Kobayashi selbst (2018/19) bleiben damit die einzigen Vierfachsieger. Hätte Kobayashi das seltene Kunststück erneut vollbracht, wäre ihm ein Eintrag im Geschichtsbuch sicher. Die 100.000 Schweizer Franken (etwa 96.000 Euro) erhält er trotzdem.

Geiger und Eisenbichler waren unkonstant

20 Jahre nach dem historischen Triumph von Hannawald müssen die deutschen Skispringer von Bundestrainer Stefan Horngacher weiter auf den ersehnten Titel bei dem Traditionsevent warten. Geiger und Markus Eisenbichler, der am Donnerstag den achten Tagesplatz belegte, waren in den vergangenen zehn Tagen zu unkonstant und brachten die erhofften Topleistungen zu selten. Damit belegten die beiden Deutschen in der Endabrechnung die Plätze vier und fünf. Kobayashi war sowieso nicht zu schlagen.

Auch nach der kräftezehrenden Jubiläumstournee haben die Skispringer nur einen Tag Pause. Schon am Sonnabend geht es weiter, es stehen zwei weitere Wettbewerbe in Bischofshofen auf dem Programm. Danach folgen bis zu den Olympischen Spielen in Peking (4. bis 20. Februar) weitere Wochenenden im polnischen Zakopane sowie zwei deutsche Heimspiele in Titisee-Neustadt und Willingen. Mit seinen starken Leistungen bei der Tournee hat Kobayashi auch den Allgäuer Geiger im Gesamtranking überholt und das Gelbe Trikot übernommen.