Schick und bestimmt wieder schnell: In diesem Renner soll Lewis Hamilton seinen achten  WM-Titel holen. Foto: dpa/MediaPortal Daimler AG

In einem Schwarzpfeil geht Lewis Hamilton (36) auf die Jagd nach dem achten WM-Titel und dem alleinigen Rekord vor Michael Schumacher (52). Wie zuvor sein siebtes Weltmeister-Auto W11 lackierte Mercedes auch den Silberpfeil W12 schwarz, um den Briten in seinem Kampf gegen Rassismus zu unterstützen.

Allerdings könnte der sein letzter Werks-Mercedes sein, hat Hamilton doch nur für ein Jahr unterschrieben und eine Offerte für 2022 vom neuen Aston-Martin-Team.

Die frühere Racing-Point-Truppe von Milliardär Lawrence Stroll (61), die für den WM-Kampf Sebastian Vettel (33) verpflichtete, hat Hamilton neben dem Kampf mit Red Bull und Ferrari als Rivalen auf dem Zettel: „Wenn ich auf die anderen Rennställe schaue, dann denke ich, dass es härter wird, sie rüsten auf. Auch Sebastian Vettel bringt seine große Erfahrung und Stärke zu Aston Martin. Das wird eine besondere Saison.“

Taten statt nur Worte

Eine, in der Hamilton mit seinem im Detail weiter verbessertem Weltmeister-Auto zwar seinen achten Titel gewinnen will: „Wir existieren natürlich, um zu gewinnen. Darauf arbeiten wir alle hin.“

Aber auch eine, in der er weiter für Gleichberechtigung kämpfen und sich Gedanken über seine Zukunft machen will. Hamilton: „In der Vergangenheit ging es mir nur darum, WM-Titel zu gewinnen. Vergangenes Jahr wurde viel über Gleichheit und Inklusion geredet. Aber es wurde vor allem viel geredet. Dieses Jahr geht es darum, uns für Diversität einzusetzen und sicherzustellen, dass dem Gerede auch Handlungen folgen. Das ist für mich das Wesentliche, was mich antreibt.“

Deshalb habe er den Vertrag nach langen Verhandlungen auch nur für ein Jahr verlängert: „Ich befinde mich in der glücklichen Position, dass ich fast alles erreicht habe, was ich mir vorgenommen hatte. Insofern besteht kein Bedarf mehr, allzu weit in die Zukunft zu planen.“

Hunger treibt uns an

Mercedes-Teamchef Toto Wolff (49), den während der Verhandlungen eine Coronavirus-Infektion schwächte, weiß, dass sein Werksteam Mühe haben wird, seine Spitzenposition gegen die aufstrebenden Kundenteams zu behaupten. 2022 greift die Regel-Reform mit beschnittener Aerodynamik und Kostenbremse (Budgets sinken von 145 auf 133 Millionen Euro, Fahrergehälter ausgenommen).

Die Obergrenze mache die Formel 1 „zu einem Geschäftsmodells, das mehr einem amerikanischen Sport-Franchise ähnelt“, sagte der Österreicher, der allerdings als Drittel-Teilhaber bei Mercedes und Aston-Martin-Anteilseigner von Erfolgen beider Teams profitieren würde. Doch zunächst will Wolff den achten Team-Titel in Folge: „Skepsis und Hunger treiben uns vor jeder Saison erneut an. Wir richten unseren Fokus in jedem Jahr neu aus.“