Lässt erst mal wachsen: Sebastian Vettel setzt vor dem Formel-1-Rennen in Miami auch optisch alternative Akzente. Foto: imago/Motorsport Images

Die Formel 1 fährt erstmals in Miami, und Sebastian Vettel (34) kommt als Reinkarnation der Bee Gees daher. Hippie-Mähne und Vollbart werden immer länger, und auch bei den Klamotten setzt der Aston-Martin-Star alternative Akzente. Mit seinem grünen Shirt-Aufdruck „Miami 2060: 1st Grand Prix Under Water: Act now or swim later“ warnt er im Hinblick auf die Erderwärmung vor einer Überflutung.

Mit seinem Outfit würde Sebastian Vettel aktuell locker als vierter Bee Gee neben den Brüdern Barry, Robin und Maurice Gibb durchgehen ... Foto: AP

Der Vettel-Auftritt vor dem Miami-Rennen (Sonntag, 21.30 Uhr/Sky) ist die jüngste einer Reihe von Aktionen, mit denen der geläuterte „Petrolhead“ auf seine Herzensthemen Umweltschutz und Nachhaltigkeit aufmerksam gemacht hat. So hat er schon oft im Fahrerlager Plastikflaschen und in Silverstone Müll auf den Tribünen gesammelt, in Spielberg Bienenhotels gebaut und sich in Deutschland für ein Tempolimit starkgemacht.

Sebastian Vettel kämpft gegen das Hüpfen

Doch wenn der Grünen-Wähler sein Motto-Shirt gegen den Rennoverall tauscht, gewinnt natürlich wieder der Vollgas-Vettel die Oberhand. In Miami will er seine mit dem achten Rang in Imola eingeleitete Wende zum Guten fortsetzen und hofft auf einen konkurrenzfähigen Aston Martin, dem die Ingenieure das lästige „Bouncing“ (Hüpfen) austreiben müssen: „Ich hoffe, dieser neue Stadtkurs taugt unserem Auto.“

In den Kampf um den Sieg wird Vettel eher nicht eingreifen können. Dafür ist Imola-Sieger Max Verstappen (24) der Favorit, doch auch dem Ferrari von WM-Spitzenreiter Charles Leclerc (24, 27 Punkte vor Verstappen) wird aufgrund des ähnlichen Streckenlayouts wie Melbourne die Poleposition zugetraut.

Charles Leclerc genießt Traumstart

Ein „Traumstart“ sei es für die Scuderia gewesen nach zwei Saisons zum Vergessen, sagte Leclerc. Es sei einfach nur „großartig, die Meisterschaft anzuführen“, „aber wir sind uns auch bewusst, dass die Meisterschaft sehr lang ist und dass wir extrem hart arbeiten müssen, um diese Position zu halten.“

Gegen seinen alten Kart-Rivalen Verstappen, mit dem es früher ziemlich oft gekracht habe. „Damals haben wir uns gehasst“, sagt Leclerc, „aber heute haben wir Respekt voreinander.“

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