Im Tor ist er immer voll im Tunnel: Torwart-Hexer Andi Wolff. Foto: imago images/Andreas Gora

Zum Auftakt der Handball-WM in Ägypten saß er gegen Uruguay (43:14) nur auf der Tribüne, Spiel 2 gegen Kap Verde fiel wegen Corona-Fällen bei den Afrikanern aus. Die Warterei auf den ersten Einsatz hat bei Torwart Andi Wolff (29/Foto) vor allem eines mächtig angeheizt: den Hunger auf Erfolg. Der Hexer mit Feuer in den Augen: „Die Motivation ist groß.“

Für viele ist es heute gegen Ungarn (20.30 Uhr, ZDF) das Gruppenfinale, für Wolff ist es „das wichtigste Spiel des gesamten Turniers“. Klingt dramatisch, ist aber auch nicht zu viel gesagt.

Die in der Vorrunde gegen weitere Hauptrunden-Teilnehmer geholten Punkte werden in die nächste Turnierphase mitgenommen. Für die angestrebte Maximal-Ausbeute muss also ein Erfolg gegen die Ungarn (bisher auch zwei Siege) her. Wolff: „Das ist die Grundlage für den Viertelfinal-Einzug.“

Einsatz-Garantie vom Bundestrainer

Von Bundestrainer Alfred Gislason (61) gab’s schon die Einsatz-Garantie für den Schlussmann, der im Alltag beim polnischen Top-Klub Kielce die Kiste vernagelt. Wolff ist heiß wie kein Zweiter: „Jetzt geht die WM richtig los, ein Sieg ist der Schritt in die richtige Richtung.“

Leicht wird’s aber nicht. Wolff warnt: „Ungarn spielt auf unserem Level, hat einen sehr wurfgewaltigen Rückraum und einen sehr intelligenten Spielmacher.“

Deutschland dafür einen neuen Rechtsaußen. Tobi Reichmann (32) reiste mit Knieverletzung ab, für ihn flog Patrick Groetzki (31) ein.