Felix Magath muss erst mal in Quarantäne – Corona! Foto: Andreas Gora/dpa

Geht noch mehr Drama im Abstiegskampf? Eigentlich nicht! Sonntag tauschte die Krisen-Hertha den Trainer aus. Der erfolglose Tayfun Korkut musste nach neun Spielen ohne Sieg gehen. Für ihn wurde der Trainer-Methusalem Felix Magath (68) geholt. Er soll den Tabellenvorletzten retten. Doch seit Donnerstag der nächste Schock: Magath hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sein Bundesliga-Comeback am Sonnabend ist geplatzt.

Alles lief nach Plan mit Magath. Sonntag Vertragsunterschrift, Montag offizielle Vorstellung, Dienstag erstes Training, Mittwoch bekam er noch seinen Athletikcoach Werner Leuthard in den Trainerstab. Aber am Donnerstagnachmittag dann diese niederschmetternde Nachricht vom Verein via Twitter: „Unser Cheftrainer Felix Magath wurde heute positiv auf das Coronavirus getestet. Er steht damit zunächst nicht für den Trainings- und Spielbetrieb zur Verfügung. Ihm geht so weit gut, er ist nahezu symptomfrei. Wir wünschen gute Besserung!“

Magath ist geboostert

Wenigstens ist Magath nicht schwerer erkrankt, denn er ist geboostert. Sonnabend beim Heimspiel gegen Hoffenheim (15.30 Uhr) kann Magath jetzt nur via Bildtelefon von seinem Hotelzimmer coachen. Es wird auch eine Ansprache von Magath vor dem Anpfiff in die Kabine übertragen, damit die Profis hellwach ins Spiel gehen. Auf der Trainerbank sitzt sein Assistent Mark Fotheringham (38). Der Schotte präsentierte sich in den ersten Trainingseinheiten sehr lautstark und kennt alle Kniffe während eines Spiels. Da bleibt der Telefonkontakt mit Magath aber trotzdem bestehen.

Wo hat sich Magath infiziert?

Die große Frage ist: Wo hat sich Magath infiziert? Nach den Trainingseinheiten am Schenckendorffplatz kamen immer wieder Fans auf den Trainer zu und machten gemeinsame Handy-Fotos mit ihm. Magath gab sich freundlich, volksnah und wollte keinen Anhänger abweisen. Ein Sicherheitsabstand wurde dabei aber nicht eingehalten.

Magath muss sich vorkommen wie im falschen Film. Nach knapp zehn Jahren zurück in der Bundesliga, voller Freude über sein Comeback. Jetzt fällt es erst mal aus. Wenn sich der Coach nach fünf Tagen freitesten kann, ist sein erster Auftritt dann in zwei Wochen beim Spiel in Leverkusen.

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