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Saison 2017/18: Hertha hat ordentlich was verpasst

Nationalspieler Marvin Plattenhardt

Nationalspieler Marvin Plattenhardt plagt sich mit Krämpfen. Doch der entscheidende Krampf betraf das ganze Team, wenn es um wichtige Punkte ging.

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Berlin -

Herthas Saison bot viel Licht, aber auch viel Schatten. Ganz dunkel war es nach der 2:6-Abschluss-Klatsche gegen RB Leipzig. Die Blau-Weißen hatten im Endspurt die große Chance, wieder in die Europa League zu stürmen. Doch es versagten die Nerven der Profis. Hertha hat ordentlich was verpasst!

„Wir hätten dieses Jahr besser abschneiden können“, trauert Salomon Kalou, mit 12 Buden Herthas bester Saisontorschütze, den verpassten Chancen hinterher. Denn auf – vor allem in der Fremde – überraschende Glanzleistungen gab es im Olympiastadion regelmäßig lange Gesichter. „Wir müssen die richtige Balance finden“, fordert Kalou nach der 2:6-Pleite gegen Leipzig für die neue Saison.

Gefühlt war einfach mehr drin

Nationalspieler Marvin Plattenhardt bläst ins gleiche Horn: „Mal haben wir einige Wochen gut gespielt, dann war es weniger schön.“ Nach Platz 7 und Platz 6 in der vergangenen zwei Spielzeiten, reichte das ständige Auf und Ab diesmal nur für Platz 10. Verpasst wurde dagegen die Zwischenrunde in der Europa League. Ärgerlich war das Pokal-Aus gegen Köln.

Die blau-weißen Profis bedanken sich bei den Fans

Die blau-weißen Profis bedanken sich nach der 2:6-Pleite artig bei den Fans.

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Gefühlt war einfach mehr drin. Manager Preetz: „Jedes Mal, wenn wir den Anschluss hergestellt und die Chance nach oben hatten, uns abzusetzen, haben wir das nicht hinbekommen.“
Auf Grund der Doppelbelastung zieht Preetz aber ein positives Fazit: „Wir sind nie in Gefahr gekommen. Wenn man sieht, wer jetzt in die Zweite Liga muss, dann verstehen alle, was ich immer gemeint habe, wenn ich gesagt habe, es geht immer erst um die Etablierung.“

Hertha-Trainer Pal Dardai hat es in seiner vierten Saison geschafft, den Umbruch einzuläuten. Neue und vor allem junge Spieler wurden integriert, der Teamgeist stimmt. „Das ist ein gutes Fundament. Dafür ist Platz 10 top“, sagt der Ungar und verspricht fürs neue Jahr. „Wir greifen wieder an.“