Linksaußen Marcel Schiller lässt seiner Freude nach dem 25:25 freien Lauf. Foto: dpa/Sören Stache

Der Traum von Tokio lebt! Deutschlands Handballer wahren in einem echten Krimi die Chance auf Olympia, starten beim in der Schmelinghalle mit 25:25 (14:13) gegen Vize-Weltmeister Schweden ins Vierer-Quali-Turnier.

Am Sonnabend  (15.35 Uhr) geht’s gegen den EM-Vierten Slowenien weiter, der Algerien 36:28 besiegte. Am Sonntag (15.45 Uhr, beide ZDF) wartet zum Abschuss dann der unbequeme Afrika-Vertreter Algerien aufs DHB-Team. Nur die beiden Besten lösen das Ticket für die Spiele in Japan (23. Juli bis 8. August).

Eines steht schon nach dem Auftakt fest: Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason hat Charakter, biegt einen Vier-Tore-Rückstand noch um. Linksaußen Marcel Schiller sorgt mit seinem fünften Treffer sechs Sekunden vor dem Ende für den Punktgewinn.

Und bleibt hinterher ganz cool: „Wir sind einfach happy, dass wir diesen Punkt geholt haben. Gute Moral, gut gekämpft und am Ende deswegen vielleicht auch verdient unentschieden gespielt.“

Bitter macht lustig

Torhüter Johannes Bitter, der im Laufe des Spiels immer besser wird und mit einer Parade kurz vor Schluss erst den Angriff zum Ausgleich möglich macht: „Es geht um wahnsinnig viel, da geht die Lockerheit ein bisschen flöten. Jetzt ab in die Eistonne, und dann freue ich mich auf Slowenien.“

Gislason setzt überraschend Stammkeeper Andi Wolff auf die Tribüne, seine Jungs starten stark, führen 11:8 (18.). Doch Unkonzentriertheiten im Abschluss sorgen dafür, dass Schweden zurückkommt und es ein Thriller wird.