So könnte es in vielen Sportstätten in diesem Jahr aussehen: Mit Abstand und ohne Stimmung sollen bald wieder Zuschauer dabei sein.  Foto: Imago Images

Das erhoffte Signal für den Profi-Sport blieb aus! Mehrere Stunden lang tagte der Berliner Senat über weitere Lockerungen während der Corona-Pandemie. Immerhin: Nach dem Amateurfußball dürfen sich auch weitere Kontaktsportarten freuen. Ab wann wieder Zuschauer zugelassen sind, bleibt dagegen offen.

Hertha BSC, Union, Eisbären, Füchse, Alba und die Volleys warteten genauso gespannt, wie alle Fans, die endlich wieder ihre Mannschaft anfeuern und live dabei sein wollen.

Zwar sollen schon bald wieder Zuschauer zugelassen werden – wie viele genau pro Spiel dabei sein dürfen, müsse aber in den kommenden Tagen noch geklärt werden, erklärte Matthias Kollatz (SPD). „Das ist eine erste, vorsichtige Öffnung“, sagte der Finanzsenator. Auflagen für die Fans wie zum Beispiel das Verbot von Fangesängen werden weiterhin gelten: „Das müssen wir auch miteinander üben.“

Immerhin: Beschlossen wurden Lockerungen für den Wettkampfbetrieb, der für die kontaktfreien Sportarten bereits möglich ist. Für alle andere Sportarten darf es ab dem 21. August wieder zur Sache gehen.

Auch der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) wird aufatmen: Wettkämpfe im überregionalen Ligenbetrieb soll es ab dem 15. August wieder geben können – dann, wann die Regionalliga Nordost in die neue Saison starten will. Ob es bis dahin weiterhin bei Geisterspielen bleibt oder Zuschauer mit oder ohne Sing-Verbot dabei sein dürfen, bleibt abzuwarten.

Grund zur Freude haben viele Freizeitsportler. Bereits das kommende Wochenende soll den Startschuss für mehr Bewegungsfreiheit geben: Im Mannschaftssport ist wieder Training in festen Gruppen mit bis zu 30 Personen (inklusive Trainer) möglich. Für Kampfsportler sind feste Trainingsgruppen mit maximal vier Personen plus Übungsleiter erlaubt. Auch Tanzen ist für feste Tanzpaare wieder gestattet, genau wie die Nutzung von Segel- und Ruderbooten sowie Kanus zu Sportzwecken.

Berlin war das einzige Bundesland mit so strikten Verboten bei Kontaktsportarten. Weiterhin gilt: Bis 24. Oktober sind Veranstaltungen im Freien mit mehr als 5000 Menschen verboten.