Laufen gehört zu den normalen olympischen Disziplinen - doch es gab in der Geschichte der Spiele auch allerlei schräge Wetbewerbe. Foto: Zhang Chuanqi/Xinhua/dpa

Am Sonntag enden die Olympischen Spiele in Tokio, mit der Schlussfeier endet eines der größten Sport-Ereignisse des Jahres. Unzählige Wettbewerbe fanden in den vergangenen Wochen statt, in Sportarten, die die meisten Menschen kennen. Aber: In der Geschichte der Olympischen Spiele gab es nicht nur die bekannten Wettkämpfe, sondern auch allerlei schräge Experimente. Hier kommen Sportarten, die es bei den Olympischen Spielen wirklich mal gab – hätten SIE es gewusst?

Der Wettkampf im Tonnenspringen sorgte für Spott

Tabak-Weitspucken und Sackhüpfen! Hört sich nach dem ultimativen Spaß für die Faschingsparty an, gab es aber auch bei den olympischen Spielen. Genauer gesagt: Im Jahre 1904 in St. Louis in den USA. Dort gab es unter anderem einen Wettbewerb im „Tonnenspringen“ – das ist eine spezielle Art von Hindernislauf, bei denen die Sportler durch Tonnen springen müssen, bei denen Deckel und Boden fehlen und die entlang der Wettlaufstrecke in der Luft hängen.

Damals gab es auch einen Wettbewerb im Tabak-Weitspucken – und einen Wettlauf im Sackhüpfen. Letzterer wurde allerdings nicht als olympisch gewertet. Weil die schrägen Wettkämpfe für viel Wirbel und Spott sorgten, wurden viele kuriose Sportarten nach jenen Olympischen Spielen abgeschafft.

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Tauziehen! Das hat wohl jeder in der Kindheit oder auch im Erwachsenenalter schon einmal ausprobiert – und auch bei den Olympischen Spielen gab es Wettbewerbe im Tauziehen! Und gar nicht mal so kurz: Von 1900 bis 1920 war der Kraft-Wettkampf Teil der leichtathletischen Disziplinen. Heute gilt es als eigenständige Sportart. Und: Deutschland holte im Jahr 1906, als die Spiele in Athen in Griechenland abgehalten wurden, sogar eine Goldmedaille.

300 Tauben mussten bei den Spielen im Jahr 1900 ihr Leben lassen

Taubenschießen! Ja, sowas gab es leider. Der brutale Wettkampf wurde allerdings – glücklicherweise – nur ein einziges Mal. Im Jahr 1900 in Paris wurde das Abschießen von Tauben durchgeführt. Rund 300 Vögel wurden damals vom Himmel geholt, danach wurde das blutige Spektakel allerdings wieder abgeschafft. Übrigens: Bei den gleichen Olympischen Spielen gab es nicht nur das Taubenschießen, sondern auch Wettbewerbe im Armbrustschießen und im Kanonenschießen. Alle drei hatten aber keinen olympischen Charakter.

Unterwasser- und Hindernisschwimmen! Normales Schwimmen ist zu langweilig? Wer das glaubt, der hätte bei diesen Disziplinen seine Freude gehabt. Zur Olympiade im Jahr 1900 in Paris gab es erstmals einen Wettbewerb im Hindernisschwimmen. Die Idee: Die Teilnehmer mussten in der Seine eine Strecke von 200 Metern zurücklegen, währenddessen unter Booten hindurchtauchen, über andere darüberklettern und andere Hindernisse überwinden. Das gab’s aber nur einmal.

Für Furore sorgte auch das Unterwasserschwimmen. 14 Schwimmer aus vier Nationen nahmen teil, sollten beim Schwimmen so lange wie möglich unter der Wasseroberfläche bleiben.