Bei einer Filmparty im Februar war Marco Huck noch ganz entspannt und guter Dinge. Jetzt allerdings ist er entsetzt, weil sein Haus in Bückeburg brannte. Imago Images

Was für ein Schock für Käpt'n Huck. Der Berliner Boxer war gerade beim Training für seinen Kampf am 22. August, als sein Handy läutete. Und noch mal läutete. Und wieder. Sein Betreuer sagte: „Geh mal ran, da ist aber einer hartnäckig.“ Als Marco Huck ans Telefon ging, die Schock-Nachricht: Es brennt! Hucks Häuserblock in Bückeburg bei Hannover stand in Flammen. „Oh Gott, die ganzen Mieter“, war der erste Gedanke des früheren Weltmeisters im Cruisergewicht. Das war am 2. Juli.

Sechs von 80 Wohneinheiten waren beschädigt. Eine Mieterin, die offenbar ohnehin ein Problemfall war, hatte auf dem Balkon gegrillt. Huck erzählt: „Danach hat sie den heißen Grill mit in die Wohnung genommen und angeblich auf einer Tischplatte abgestellt. In Wahrheit war es aber entweder ein Stuhl oder ein Sofa. Aus ein paar Funken wurde ein großer Brand. Das ist fahrlässig.“

Die Feuerwehr von Bückeburg ist im Einsatz. Privat

Die Polizei ermittle weiter, sagt Huck. Und er fragt sich: „Wenn die Frau keine Versicherung hat, was dann?“ Huck sagt, das Immobiliengeschäft sei seit 2010 ein Hobby von ihm und seinem Bruder Kenan. Eigentlich wollte er in Bückeburg weitere Wohnungen bauen. Das Projekt ist jetzt gestoppt. Einige Mieter, deren Wohnungen beschädigt wurden, kamen bei Bekannten unter, anderen bot der Boxer welche von seinen an. „Das eine Katastrophe“, sagt Huck. Er ist jemand, der sich lieber begrillen lässt – von Freunden, Bekannten, dem Vater - als Grillmeister zu sein. „Nachher bin ich immer der, der genau beobachtet, ob das Feuer wirklich aus ist“, sagt Huck. Diese Umsicht hat seiner Mieterin wohl gefehlt.