Malaika Mihambo freut sich über Gold im Weitsprung. dpa/Francisco Seco

Der elfte Tag mit Medaillenentscheidungen glänzte für Team Deutschland hell in allen Medaillenfarben. Zweimal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze standen nach dem bislang erfolgreichsten Tag zu Buche, der entschädigte für so viele Enttäuschungen in Tokio.

Den Auftakt machte Weitspringerin Malaika Mihambo (27), die mal wieder Nerven aus Draht bewies. Bis zu ihrem letzten Auftritt lag die Sprung-Rakete auf dem Bronzerang, ehe sie noch mal so richtig abhob, erst nach sieben Metern im Sand landete und sich zur Olympiasiegerin kürte. „Ich glaube, das war eines der spannendsten Weitsprungfinals überhaupt“, sagte sie hinterher.

Klare Angelegenheit des Bahnrad-Vierers

Eine klare Angelegenheit von Beginn an war das Gold des Bahnrad-Vierers der Frauen. Lisa Brennauer (33), Franziska Brauße (22), Lisa Klein (25) und Mieke Kröger (28) fuhren ihre britischen Gegnerinnen in Grund und Boden und stellten einen neuen Weltrekord auf.

Die deutschen Segler bezeichneten den Dienstag selbst als „Gigantentag“. Erst fuhren Tina Lutz (30) und Susann Beucke (29) im 49erFX zu Silber. Dann wiederholten der Berliner Erik Heil (31) und sein Bootspartner Thomas Plößel (33) im 49er ihren Bronze-Coup von Rio. Zum Abschluss legten die Katamaran-Segler Paul Kohlhoff (26) und Alica Stuhlemmer (21) im Nacra 17 ebenfalls mit Bronze nach.

Lukas Dauser plant Medaillen-Party

Zu Bronze paddelten auch Canadier-König Sebastian Brendel (33) und Tim Hecker (23), der zur bärenstarken Trainingsgruppe in Grünau gehört, im Zweier. „Wir haben alles gegeben, ich habe fast gekotzt im Ziel“, gestand Hecker später. Für Brendel geht es noch um das Gold-Triple im Einer nach den Triumphen in London und Rio de Janeiro.

Die letzte Medaille, und zwar in Silber, durfte sich Turner Lukas Dauser (28) um den Hals hängen. Der Barren-Künstler, der bis im Vorjahr in Berlin trainierte, kündigte nach seiner Gala dann auch eine zünftige Medaillenparty an. Er sagte: „Ich werde erst mal heute Abend den DOSB fragen, ob die genug Alkohol im Dorf haben, damit wir das eine oder andere Bier mit den Trainern zusammen trinken können.“