Darrell „Bubba“ Wallace ist der einzige afroamerikanische Nascar-Pilot und wurde nun Opfer einer Rassismus-Attacke.  Foto:  AFP

Der Streit eskaliert! Inmitten der in den USA seit Wochen brodelnden Rassismus-Debatte legten bisher Unbekannte einen Galgenstrick in die Garage von Nascar-Fahrer Pilot Darrell „Bubba“ Wallace – ein Symbol des Ku-Klux-Klans.

„Wir sind wütend und aufgebracht und können nicht stark genug betonen, wie ernst wir diese abscheuliche Tat nehmen“, teilte Amerikas beliebteste Motorsport-Serie mit.

Hintergrund ist der Streit um das seit dem 10. Juni verhängte Verbot der Konföderierten-Flagge. Vor dem Rennen in Talladega im US-Bundesstaat Alabama fuhren Hunderte Fans mit gehisster Fahne zur Rennstrecke, um gegen die Verbannung zu protestieren. Die Flagge gilt in den USA als Symbol für Sklaverei und ist häufig in den Südstaaten wie Alabama zu sehen. 

Nascar-Fans fahren mit gehisster Konföderierten-Flagge zum Kurs in Talladega im US-Bundeststaat Alabama. 
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Wallace ist der einzige afroamerikanische Pilot in der von weißen Fahrern geprägten Rennserie. Der 26-Jährige engagiert sich nach dem gewaltsamen Tod von George Floyd stark für die Black-Lives-Matter-Bewegung, fährt mit einer Sonderlackierung – und wurde damit zur Zielscheibe. Henkersschlingen gelten in den USA als Symbol für rassistische Lynchmorde des Ku-Klux-Klans in den Südstaaten.

Der in Alabama geborene Wallace äußerte sich auf Twitter zu dem Vorfall: „Der verabscheuungswürdige Akt von Rassismus und Hass macht mich unglaublich traurig und dient als schmerzliche Erinnerung daran, wie viel weiter wir als Gesellschaft gehen müssen, und wie beharrlich wir im Kampf gegen Rassismus sein müssen.“