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Perisic endlich ein Münchner: Deal fix: Aber spielen darf er für die Bayern nicht

München -

Endlich ist ein Bayern-Neuzugang fix! Der Rekordmeister hat wie erwartet den kroatischen Vize-Weltmeister Ivan Perisic von Inter Mailand unter Vertrag genommen. Der 30 Jahre alte Offensivspieler wird zunächst für ein Jahr ausgeliehen, danach besitzen die Münchner eine Kaufoption. Die Leihgebühr für Perisic soll fünf Millionen Euro betragen, eine feste Verpflichtung würde angeblich weitere 20 Millionen Euro kosten.

Ivan Perisic ist wegen fünfter Gelber Karte in Italien für die Bundesliga gesperrt

Allerdings ist Perisic fürs erste Bundesligaspiel am Freitag gegen Hertha BSC (20.30 Uhr, ZDF und DAZN) gesperrt. Grund: Der Kroate kassierte in der Partie der Serie-A-Spielzeit für die "Nerazzurri" seine fünfte Gelbe und ist deswegen saisonübergreifend für eine Begegnung gesperrt worden, teilte die DFL mit. „Diese Sperre gilt nach seinem Wechsel auch für die Bundesliga", heißt es bei der DFL.

„Ivan wird uns mit seiner langjährigen Erfahrung auf internationalem Top-Niveau sofort weiterhelfen“, ließ sich Sportdirektor Hasan Salihamidzic in der Mitteilung des FC Bayern zitieren. Perisic, ergänzte er weiter, „ist technisch stark und in der Offensive flexibel einsetzbar. Ich bin mir sicher, dass Ivan sich schnell integrieren wird, da er die Bundesliga und auch unseren Trainer Niko Kovac bereits gut kennt“.

Niko Kovac bekommt Landsmann Ivan Perisic

Trainer Niko Kovac kennt seinen Landsmann bereits aus seiner Zeit als Nationaltrainer Kroatiens (2013 bis 2015). „Ich freue mich sehr, zurück in Deutschland zu sein. Der FC Bayern ist einer der größten Klubs in Europa. Wir wollen nicht nur in der Bundesliga und im DFB-Pokal, sondern auch in der Champions League angreifen“, sagte Perišić, der am Montagabend nach erfolgreichem Medizincheck seinen Vertrag an der Säbener Straße unterzeichnete.

Zuvor hatte Niko Kovac beim glanzlosen Pokal-Kick bei Viertligist Energie Cottbus (3:1) wegen der erwarteten Verpflichtung eine klare Ansage gemacht.

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Ivan Perisic absolvierte Medizin-Check beim FC Bayern München

Die FCB-Bosse Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge und Hasan Salihamidzic sparten sich übrigens die Reise in die Lausitz. Sie dürften Wichtigeres zu tun haben als sich Fußball-Magerkost bei einem Regioanlligisten anzuschauen.

Nach der Kreuzband-Verletzung von Wunschspieler Leroy Sané trafen sie nämlich Ivan Perisic, der als kurzfristige Ersatzlösung kommt. Er könnte bereits beim ersten Liga-Spiel am Freitag gegen Hertha BSC eine Option sein.

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Ivan Perisic wechselt von Inter Mailand zum FC Bayern München.

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AFP

„Es ist richtig, dass er heute in München war. Das kann ich bestätigen“, sagte Trainer Niko Kovac (47) vor dem Pokalspiel in Cottbus am Abend in der ARD. 

Niko Kovac DFB-Pokal

Niko Kovac, Trainer des FC Bayern München, wehrt sich gegen Kritik an einer Verpflichtung von Ivan Perisic. 

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dpa

FC Bayern München: Niko Kovac schießt gegen Perisic-Kritiker zurück

Doch Kovac kritisierte bereits energisch die negativen Kommentare zu einer möglichen Verpflichtung von Perisic: „Man macht hier einen Spieler schlecht. Jeder Spieler hat den gleichen Respekt verdient. Man kann nicht über eine B-, C- oder D-Lösung sprechen. Da müssen wir uns alle mal hinterfragen."

Einem spanischen Medienbericht zufolge verhandeln die Münchner zudem mit dem FC Barcelona über eine Leihe des Brasilianers Philippe Coutinho. Im Gespräch sei ein Leihgeschäft mit anschließender Kaufoption, meldete der katalanische Radiosender RAC1. Die Verhandlungen seien bereits weit fortgeschritten, hieß es.

Ajax-Stürmer Hakim Ziyech lästert über FC Bayern München

Zuletzt war auch Hakim Ziyech (26) von Ajax Amsterdam als Neuzugang im Gespräch - doch den marokkanischen Nationalspieler schreckte nach eigenen Angaben das Zögern der Bayern ab. Der niederländischen Zeitung „Algemeen Dagblad“ antwortete der 26-Jährige auf die Frage, München eher hätte handeln müssen: „In der Tat. Ich denke, jeder konnte sehen, was wir mit Ajax geschafft haben. Und was mein Anteil daran war. Wenn dann nicht der Club vorbeikommt, bei dem ich ein vollkommen gutes Gefühl habe, dann eben nicht.“ Ziyech verlängerte seinen Vertrag beim Champions-League-Halbfinalisten daher bis 2022. (ars/dpa/sid)