Karl Geiger winkt schon ab. In Garmisch sprang er nur auf Platz 7. Foto: Imago Images/Haist

Halbzeit bei der Vierschanzentournee! Und vor der Quali  für den dritten Wettkampf am Dienstag in Innsbruck (beide 13.30 Uhr, ZDF) ist beim deutschen Team die große Euphorie verflogen. Trotz bester Voraussetzungen ist der ersehnte erste Tournee-Titel seit 20 Jahren so weit weg wie lange nicht.

Der größte Hoffnungsträger Karl Geiger (Oberstdorf) erwischte auf der zweiten Station in Garmisch miserable Bedingungen, fiel mit seinem siebten Platz weit zurück und hakt die Gesamtwertung ab: „Für mich ist es, wenn alles normal läuft, nicht mehr schaffbar. Dass es bei der Tournee wieder passiert, ist echt zum Kotzen.“

Japaner Kobayashi zu stark

Geiger war als Gesamtweltcupführender und in der Form seines bisherigen Sportlerlebens zum Schanzen-Spektakel gereist. Sein Rückstand auf den überragenden Tournee-Spitzenreiter Ryoyu Kobayashi, der an Neujahr mit umgerechnet nur elf Zentimetern vor Markus Eisenbichler (Siegsdorf) gewann, beträgt schon fast 18 Meter.

Eisenbichler hat Geiger in Garmisch als besten DSV-Adler in der Tourneewertung abgelöst. Als Vierter mit knapp zwölf Metern Abstand zu Kobayashi ist er aber auch nicht wirklich nah dran. Größer war der Halbzeit-Rückstand des besten Deutschen auf den Tournee-Spitzenreiter zuletzt in der Saison 2014/15.

Obwohl vorm Springen am Bergisel nur ein Wunder hilft, macht Bundestrainer Stefan Horngacher auf Zweckoptimist: „Wir werden nicht die Flinte ins Korn werfen und sagen, es ist alles scheiße. Es ist prinzipiell immer noch gut.“

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