Lothar Matthäus, ehemaliger Kapitän der Nationalmannschaft, Franz Beckenbauer, ehemaliger Trainer der Nationalmannschaft Foto: Gisela Schober/Getty Images/dpa

Sie wurden zusammen Fußball-Weltmeister, seit 35 Jahren befreundet, und sind mittlerweile auch beide Großväter. Über all das (und noch viel mehr) sprechen Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus exklusiv in Bunte. Dabei definieren beide gegenseitiges Vertrauen als die Grundlage ihrer engen Freundschaft. „Vertrauen ist ganz, ganz wichtig, auch in jeder Beziehung“, so Beckenbauer. Und Matthäus gesteht: „Ich vertraue nicht vielen Leuten. Dem Franz vertraue ich. Ihm vertraue ich auch alles an. Meine Sorgen, meine Geheimnisse, meine Probleme.“

Zum Verhältnis zu seinen Enkeln sagt Beckenbauer Bunte: „Es macht einen schon stolz, wenn der Enkel Opa zu dir sagt.“ Matthäus, dessen erster Enkelsohn erst vor rund vier Wochen zur Welt kam, geht sogar noch einen Schritt weiter: „Wenn meine Tochter abends mal raus will und keinen Babysitter hat, dann springt der Opa ein.“

Erst vor wenigen Tagen haben die Fußball-Weltmeister von 1990 das 30-jährige Jubiläum ihres Triumphes in Italien gefeiert. Foto: Imago Images

Erst vor wenigen Tagen haben die Fußball-Weltmeister von 1990 das 30-jährige Jubiläum ihres Triumphes in Italien gefeiert. Die Auswahl um Kapitän Lothar Matthäus, Teamchef Franz Beckenbauer und Finaltorschütze Andreas Brehme dachte dieser Tage in der Toskana an den Titelgewinn von Rom zurück. „Wir waren 1990 ein perfektes Team, mit vielen Charakterköpfen, die sich alle dem Teamgeist untergeordnet haben“, sagte Matthäus. 15 der 22 Weltmeister von 1990 waren dabei. Die deutsche Mannschaft hatte am 8. Juli 1990 das Endspiel in Rom gegen Argentinien mit 1:0 gewonnen.

Außer Matthäus, Beckenbauer und dem damaligen Stürmer Jürgen Klinsmann war beim Treffen vieler Fußballgrößen Philipp Lahm als weiterer DFB-Ehrenspielführer dabei. Auch vier Weltmeister von 1974 und ehemalige DDR-Nationalspieler waren in das Golf Resort gekommen.

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„Im Sommer 1990 wurden wir Weltmeister, im Herbst feierten wir die politische und sportliche Wiedervereinigung Deutschlands, auch deshalb freut es mich, dass so viele der deutschen Fußballfamilie den Weg in die Toskana gefunden haben“, hob Matthäus hervor. Beckenbauer, der im September 75 Jahre alt wurde, wurde im Kreis der Fußballer geehrt. Laut Mitteilung revanchierte er sich, indem er „sein Lieblingslied “Gute Freunde„“ anstimmte.

Zuletzt sprach Matthäus davon, dass es einen „kleinen Bruch“ zwischen dem DFB und früheren Nationalspielern gegeben habe. Deshalb sei der Deutsche Fußball-Bund auch nicht in das Treffen ehemaliger Weltmeister eingebunden worden, sagte der 59-Jährige. Kritisch klang auch Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Lothar Matthäus und Andy Brehme haben an diesem Wochenende ihre 30-Jahre-WM-Party in der Toskana. Die mussten sie selbst organisieren. Der DFB hat sie nicht vergessen, der DFB hat sich über Corona rausgeredet“, monierte er in der „Bild am Sonntag“.