Red-Bull-Pilot Max Verstappen regte sich über Lewis Hamilton auf, zeigte dem WM-Rivalen in Austin in den USA den Stinkefinger.  F1

In der Hitze von Texas ließen sich die Formel-1-Stars schon vor dem mit Spannung erwarteten US-Showdown in Austin (Sonntag, 21 Uhr, Sky) zu Wildwest-Aktionen hinreißen.

Erst nannte der Mexikaner Sergio Perez (32) Mick Schumacher (22) einen „Idioten“, weil es der Haas-Jungstar gewagt hatte, in der Startkurve einzulenken und dann sogar noch vom Red Bull getroffen wurde. Dann setzte Teamkollege Max Verstappen (24) nach einem Rad-an-Rad-Duell mit WM-Rivale Lewis Hamilton (36) noch einen drauf, nannte den Briten einen „dummen Idioten“ und zeigte den Mittelfinger.

WM-Fight von Verstappen und Hamilton 

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Duellieren sich nun bereits im Training: Max Verstappen und Mercedes-Pilot Lewis Hamilton (r.). 

Rums! Nach ihren Crashs in den Rennen von Silverstone und Monza kracht es zwischen den beiden Titelkonkurrenten jetzt sogar schon im Training. Das zeigt, wie angespannt vor allem der noch titellose Verstappen im hitzigen WM-Kampf ist – und sich vom „Siebenmaligen“ Hamilton erfolgreich provozieren lässt.

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Und es lässt seinen Interview-Boykott der Netflix-Serie „Drive to Survive“ mit der Begründung einer von den Filmemachern konstruierten Rivalität mit Hamilton umso lächerlicher erscheinen. Dass im Titelkampf mit harten Bandagen und eben solchen Psychotricks gearbeitet wird, ist aber auch das Salz in der Suppe.

Bleibt Hamilton der Austin-King? 

Auch wenn Red-Bull-Sportchef Dr. Helmut Marko (78) natürlich Hamiltons Provokation als „unnötig“ bezeichnete. Aber der Österreicher gibt immerhin zu: „Dass die beiden nicht öfter zusammen Abendessen gehen, wissen wir eh.“

Sechs Punkte trennen die beiden Streithähne vor dem 17. von 22 Rennen, so eng ging es zuletzt 2016 zwischen Hamilton und „Silberfeind“ Nico Rosberg (36) zu.

Und der Brite ist mit fünf Siegen aus den bisherigen acht Austin-Rennen der „Texas-King“ und nach den Trainingseindrücken auch der Favorit für seinen Sixpack. Daran dürften auch die Motorprobleme nichts ändern. Die zwangen Mercedes dazu, bei Valtteri Bottas (32) das sechste Triebwerk einzubauen, weshalb der Finne um fünf Startplätze strafversetzt wird.

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