Valtteri Bottas fuhr seinem neuen Alfa Romeo in Tarnfarben über die Strecke in Barcelona. Foto: Imago

Das erste Wiedersehen der Formel-1-Familie seit dem legendären WM-Finale in Abu Dhabi: Beim Wintertest in Barcelona maßen sich Weltmeister Max Verstappen (24) und der entthronte Champion Lewis Hamilton (37) in ihren neuen Autos zwar noch nicht auf der Strecke. Doch nach einigen Fake-Präsentationen gaben die Testrunden einen ersten Vorgeschmack auf eine womöglich neue Hackordnung. Die Überraschung: Ferraris neue Göttin gab den Ton an.

Mick Schumacher muss warten

Erst kurz vor Testbeginn ließen Red Bull und Haas die Katze aus dem Sack. Nachdem sie ihre neue Lackierung auf Showcars präsentiert hatten, durften Verstappen und Mick Schumacher (22) ihren RB18 und VF-22 enthüllen.

Fahren durfte den neuen Haas-Ferrari aber zuerst Micks russischer Teamkollege Nikita Mazepin (22), der auch beim offiziellen Foto prägnant auf dem Vorderreifen platziert wurde. Kein Wunder, schließlich bezahlt sein Milliardärs-Vater Dmitry Mazepin (53) ja auch den Großteil des Team-Budgets.

Ferrari und Leclerc mit Bestzeit

Schneller machen die Russen-Millionen aber auch das nach der Regel-Reform komplett neu konstruierte Auto nicht. Mazepin fuhr in 1:26.455 Minuten über sechs Sekunden hinter Ferrari-Pilot Charles Leclerc (24) her, der in 1:20.165 die erste Bestzeit setzte. Mit der roten Göttin F1-75 scheint Teamchef Mattia Binotto (52) pünktlich zum 75. Firmen-Jubiläum endlich wieder ein konkurrenzfähiges Auto gebaut zu haben.

Als Zweiter war Mercedes-Neuzugang George Russell (24) im neuen W13 eine Sekunde langsamer. Das hatte kurioserweise Teamchef Toto Wolff (50) wegen des Wettrüstens im WM-Kampf gegen Red Bull prophezeit: „Wenn Ferrari bei den Wintertests eine Sekunde schneller ist, haben wir ein Problem.“

Hamilton bleibt cool, Vettel enttäuscht

Hamilton, der heute fahren wird, macht sich allerdings keine Sorgen, dass er kein siegfähiges Auto haben könnte: „Mein Team macht keine Fehler. Natürlich: Ein Risiko gibt es immer. Aber wir haben sehr fähige Leute bei uns im Team.“

Das gilt auch für McLaren, das mit dem deutschen Teamchef Andreas Seidl (46) einen schnellen MCL36 gebaut hat. Lando Norris (22) lag zwischenzeitlich in 1:21.866 Minuten noch vor Verstappen (1:22.246). Enttäuschung dagegen für Sebastian Vettel (34), der im neuen Aston Martin AMR 22 weit hinter der Spitze herfuhr (1:23.659).

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