Das Bild täuscht ein wenig: Mick Schumacher und Sebastian Vettel haben momentan wenig in der Formel 1 zu lachen. Foto: Imago Images/Hone

In der Ferrari-Euphorie um den Super-Saisonstart von WM-Spitzenreiter Charles Leclerc (24) geraten zwei einstige Hoffnungsträger ins Hintertreffen. Der vor zwei Jahren aussortierte Sebastian Vettel (34) kämpft in der grünen Aston-Martin-Gurke gegen sein Hofnarr-Image. Und Ferrari-Junior Mick Schumacher (23) muss nach der Vertragsverlängerung für Carlos Sainz (27) bei Haas bleiben, wo er sich auch noch gegen Schummel-Vorwürfe wehren muss.

Der Fall Vettel

In Melbourne musste Sebastian Vettel aus seiner grünen Gurke vorzeitig aussteigen. Foto: Imago Images

Nach den wegen seiner Corona-Infektion verpassten ersten beiden Rennen wurde er mit seinem Pannen-Comeback in Melbourne mit zwei Unfällen und Strafen zur traurigen Gestalt. „Es ist mittlerweile so schlimm, dass man fast schon Mitleid hat“, sagte Sky-Experte Ralf Schumacher (46). Und Ex-Teamchef Giancarlo Minardi (74) riet ihm zum Rücktritt: „Er sollte in Rente gehen. Er hat viel Geld, viele Titel gewonnen und er wird nie wieder gewinnen.“

Das scheint in seiner grünen Gurke traurige Gewissheit zu sein, denn Besserung ist nicht in Sicht. „Wir haben einen Berg vor uns, den wir erklimmen wollen, das schaffen wir aber nicht an einem Tag“, sagt Vettel, der von Rücktritt nichts wissen will. Er hofft noch: „Es kommt noch einiges, wir werden in den kommenden Wochen sehen, ob es in die richtige Richtung geht.“

Der Fall Schumacher

Beim Training in Imola drehte sich Mick Schumacher Freitag mit seinem Haas-Boliden. Foto: Imago Images/Eibner

Für den Haas-Jungstar hielt der Punktlos-Fluch auch im 24. Rennen an, in Melbourne landete er wegen Strategiefehlern bei Hass-Kollege Kevin Magnussen (29) erstmals vorm Dänen. In Imola will Mick den nächsten Angriff auf die Top Ten starten: „Mein Ziel ist es, konstant in die Punkte zu fahren. Dass wir in den Top 10, Top 5 öfter dabei sind.“

Den forschen Tönen muss er nun aber auch Taten folgen lassen. TV-Experte Marc Surer (70) fordert: „Mick muss in der Lage sein, Magnussen zu schlagen, wenn er irgendwann im Ferrari sitzen will. Sonst wird er da keinen Platz bekommen.“

Bis Ende 2024 sitzen ohnehin Leclerc und Sainz in der Roten Göttin, für Mick angeblich keine Überraschung: „Carlos hatte eine starke letzte Saison und auch dieses Jahr schon gute Rennen. Für mich ändert sich ohnehin nichts. Ich konzentriere mich drauf, hier meinen Job zu machen, dann werden sich Möglichkeiten ergeben.“

Gegen Haas gab es allerdings erneut Schummel-Vorwürfe, den Ferrari kopiert zu haben. Angeblich planten drei Teams einen Protest gegen den „weißen Ferrari“. Doch Mick bleibt cool: „Wenn das so wäre, dass wir Ferrari kopieren, würde die Fia da schon schreien und eingreifen. Doch das tut sie nicht.“

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