Söhne, Formel-1-Fahrer und im Clinch: Mick Schumacher kontert Max Verstappen.  Imago

Der Sieg-Faktor für Max Verstappen (24) im bis zur letzten Kurve spannenden US-Duell mit Lewis Hamilton (36) war nicht sein schnellerer Red-Bull-Honda – sondern Mick Schumacher (22). Dabei beschwerte sich der „fliegende Holländer“ im Funk noch bitterlich über Mick, der ihm beim Überrunden keinen Platz gemacht habe („blue flag“). Doch Schumi junior weiß es besser und kontert Motzki Verstappen.

Vorletzte Runde in Austin: Hamilton hetzt Verstappen auf neueren Reifen um den Kurs, ist im DRS-Fenster und kann ihn mit offenem Heckflügel angreifen. Da läuft Verstappen auf Mick auf. Und statt Zeit zu verlieren, gibt der Haas ihm Windschatten und ermöglicht ihm, ebenfalls das DRS zu öffnen und sich Hamilton in der letzten Runde vom Hals zu halten.

„Ich habe versucht, so unkompliziert und am wenigsten störend für Max zu sein, wie es nur ging. Und im Endeffekt hat er durch mich DRS bekommen in der letzten Runde, von daher glaube ich, hat es sich ausgezahlt für ihn. Er hat ja das Rennen gewonnen“, entlarvt Mick die Kritik von „Mad Max“.

Schumacher widerspricht Verstappen

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Der hatte schon im Vorfeld des US-GP gegen ihn gestichelt: „Für Mick ist es noch schwieriger, ‚der Sohn von‘ zu sein, wenn es nicht läuft.“

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Die WM-Führenden Lewis Hamilton (r.) und Max Verstappen kollidierten fast beim Start des Rennen in den USA. 

Glaubt er, dass Verstappen ihn als Sohn des Rekordweltmeisters besonders auf dem Kieker hat? Mick wehrt sich: „Fakt ist, ich kann mich nicht in Luft auflösen. Mir gehört die Strecke genauso und ich fahre mein Rennen. Jeder andere hätte in der Situation auch nichts anderes machen können. Das ist einfach Racing.“

Mick Schumacher hat Spaß 

Das würde er Verstappen auch beim kommenden Mexiko-GP (7.11.) ins Gesicht sagen. Vorher freut er sich lieber über die positiven Aspekte seines Debüts auf der schwierigen Buckelpiste. „Ich hatte ein paar enge Kämpfe, vor allem am Start. Das hat Spaß gemacht und das sind alles Dinge, die mich besser auf nächstes Jahr vorbereiten.“

Am Ende landete Schumi jr. auf Rang 16, aber das Rennen hätte ruhig noch länger dauern dürfen. „Ich denke fünf Runden mehr und ich wäre nah genug dran gewesen, um ein Manöver zu versuchen“, erklärt er mit Blick auf Williams-Pilot Nicholas Latifi (26) vor ihm. „In den letzten Runden haben wir ganz gut auf ihn aufgeholt.“

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