Formel 1-Fahrer Mick Schumacher AFP/Dan Istitene

Das deutsche EM-Aus gegen England bekam auch Mick Schumacher (22) zu spüren. Der Haas-Jungstar hatte seine Mechaniker in Spielberg zum Grillfest eingeladen – als Dank für die schnelle Reparatur seines Autos nach seinem Qualifying-Unfall von Monaco. Und während Mick Steaks und Würstchen servierte, bekam er jede Menge Sprüche. „Das Spiel lief leider nicht für Deutschland, und dann gab es natürlich viel englisches Gesinge“, berichtet Mick vor dem Österreich-GP (Sonntag, 15 Uhr, Sky) gegenüber dem KURIER.

Mick Schumacher: Wem drückt der Formel 1-Rookie bei der EM die Daumen?

Doch Mick steckte die Sprüche der Engländer tapfer weg. Woran Deutschland in dem Spiel scheiterte, dazu traute er sich aber keine Meinung: „Sorry, aber dazu bin ich zu wenig Fußball-Fachmann.“ Und wem drückt er jetzt bei der EM die Daumen, als gebürtiger Schweizer den Eidgenossen gegen Spanien oder als Ferrari-Academyfahrer den Italienern gegen Belgien? „Jetzt, wo die Deutschen raus sind, werde ich nicht mehr groß EM schauen. Ich drücken allen die Daumen, der Bessere soll gewinnen.“

Der Beste in der Formel 1 ist nach zwei Siegen in Serie aktuell Max Verstappen (23), was für die ebenfalls ausgeschiedenen Holländer natürlich eine wunderbare Ersatzbefriedigung ist. Die Veranstalter in Spielberg rechnen aufgrund der wegfallenden Corona-Beschränkungen und bis zu 200.000 zugelassenen Zuschauern am Wochenende mit einer Oranje-Invasion.

Max Verstappen mit historischer Chance auf dem Red-Bull-Ring

Verstappen steht nun bei drei Heimsiegen auf dem Red-Bull-Ring, mit einem weiteren würde er nicht nur Rekordsieger Alain Prost (66) überholen, sondern auch seinen 18-Punkte-Vorsprung auf Weltmeister Lewis Hamilton (36) weiter ausbauen.

Drei Siege in Folge oder mehr gelangen seit Beginn der Hybrid-Ära in der Formel 1 2014 bislang nur den Mercedes-Fahrern Hamilton und Nico Rosberg (36), ein Sieg-Hattrick an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden noch keinem Fahrer.

Mick Schumacher in seinem Haas-Boliden auf dem Kurs in Österreich. Imago/Floren Gooden

Das würde Verstappen vor den zehntausenden Fans seiner „Orange-Army“ natürlich gefallen: „Wir versuchen den Heimsieg zu wiederholen. Aber ich befürchte, das Feld wird im zweiten Rennen näher zusammenrücken.“ Doch Hamilton sieht aufgrund ausbleibender Upgrades am Mercedes W12 schwarz: „Ich versuche, im Moment nicht besorgt zu sein. Aber es lässt sich nicht schönreden: Die Red Bull sind derzeit schneller. Ich kann nichts tun.“

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Und was glaubt Mick Schumacher: Kann Verstappen diese Saison endlich Hamiltons Titel-Serie brechen? „Der Titelkampf ist für uns alle sehr spannend zu beobachten, und Max macht das sehr gut – also warum nicht?“