Mick Schumacher spürt im Haas-Formel-1-Team den Druck von Teamkollege Kevin Magnussen. Foto: Imago

Kein guter Start für die beiden deutschen Formel-1-Fahrer: Sebastian Vettel (34) droht wegen seiner Corona-Infektion auch den zweiten WM-Lauf in Saudi-Arabien (Sonntag, 10 Uhr, Sky) zu verpassen und muss sich erneut mit Rücktrittsspekulationen auseinandersetzen. Und Mick Schumacher (23) ist nach der klaren Bahrain-Niederlage gegen seinen neuen Haas-Kollegen Kevin Magnussen (29) unter Erfolgszwang.

Der Fall Sebastian Vettel:

Der Ex-Weltmeister konnte noch keinen negativen Corona-Test nachweisen und deshalb nicht nach Saudi-Arabien fliegen. Sollte dies auch heute nicht der Fall sein, wird ihn wieder Nico Hülkenberg (34) im Aston Martin ersetzen, der in Bahrain ein starkes Comeback zeigte und Stammpilot Lance Stroll (23) im Qualifying schlug. Im Rennen wurde er nur 17. und litt wie Stroll (12.) unter dem nicht konkurrenzfähigen AMR22.

Sebastian Vettel vor Karriereende?

Das Auto ist die von Experten und Fans nach den Wintertests befürchtete Grüne Gurke und ein Grund, warum einige Vettel ein unglückliches Karriereende prophezeien.

„Das Auto ist, so hört man, eine Katastrophe. Das muss alles können, was man nicht braucht. Und hinzukommt, dass scheinbar der Teambesitzer mittlerweile auch mit in den Meetings sitzt und sich äußert, wie die Dinge zu laufen haben sollen. Wenn das so ist, dann wird es wirklich sehr kompliziert“, sagt Sky-Experte Ralf Schumacher (47) über Mode-Milliardär Lawrence Stroll (62), der Teamchef Mike Krack (50) und Technikchef Andrew Green (56) angeblich reinrede.

Haas jubelte als Team beim Formel-1-Auftakt über die Punkte von Kevin Magnussen. Mick Schumacher feierte mit, holte als 11. aber keine Zähler. Foto: Imago

Die Kombination aus lahmen Auto und Inteam-Zoff ist für RTL-Experte Christian Danner (63) ein Grund, an Vettels genereller Motivation zu zweifeln: „Erstmal muss er gesund werden. Dann ist aber noch lange nicht gesichert, dass er auch ins Auto zurückkehrt.“

Der Fall Mick Schumacher:

Mit Platz fünf bei seinem Comeback hat Magnussen die Messlatte für den Schumi-Sohn hoch gelegt. „Kevin ist ziemlich tolle Rundenzeiten gefahren während ich das nicht getan habe. Da muss ich versuchen zu verstehen, ob das an mir oder am Auto lag“, zeigte sich Mick selbstkritisch.

Mick Schumacher bei Haas unter Druck

Er haderte nach Rang elf mit seinem von Alpine-Kumpel Esteban Ocon (25) verursachten Start-Dreher, weiß aber auch, dass seine schlechte Quali (12.) sein erstes Punkte-Finish verhinderte: „Es ist schade, dass es nicht geklappt hat. Aber ich habe ja noch 22 Versuche.“

In Jeddah sollte er im Quali-Duell zum 1:1 ausgleichen, damit Magnussen nicht zu einem Karriereknick führt. Ex-Rennfahrer Gerhard Berger (62) stellt klar: „Magnussen muss er schlagen, wenn er sich sich die Visitenkarte sichern will für die nächste Stufe.“ Und die nächste Stufe heißt Ferrari, wo Carlos Sainz (27) gerade einen neuen Zweijahresvertrag bekommt.

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