Mick Schumacher steigt nach dem Unfall mit Hilfe von Streckenposten aus dem Wrack. Foto: Imago Images

Mick Schumacher hat in der Formel-1-Qualifikation von Saudi-Arabien einen schweren Unfall erlitten. Der 23-Jährige krachte am Sonnabend im Haas-Boliden auf dem ultraschnellen Stadtkurs von Dschidda mit rund 270 km/h seitlich in die Streckenbegrenzung.

Bei dem Crash riss das komplette Heck ab. Mick musste ins Medical-Center gebracht werden. Doch er war ansprechbar und konnte sogar mit Mutter Corinna (53) telefonieren. Danach wurde er für genauere Checks mit dem Helikopter ins Krankenhaus geflogen. Das Auto des Sohnes von Rekordweltmeister Michael Schumacher wurde quer über die Strecke geschleudert und kam dann schwer beschädigt zum Stillstand. Die Qualifikation wurde sofort unterbrochen.

Mick Schumachers Haas-Bolide war nach dem Crash total zerfetzt. Foto: Imago Images

Nach Angaben seines Rennstalls war Schumacher kurz nach dem Crash bei Bewusstsein und konnte das Auto verlassen. Er wurde für weitere Untersuchungen ins Streckenhospital gebracht. Auf TV-Bildern war ein Krankenwagen an der Unfallstelle zu sehen gewesen.

Haas-Teamchef Günther Steiner (56) gab Entwarnung: „Mick hat keine äußeren Verletzungen. Ob er fahren kann, müssen wir abwarten. Es wird schon wehtun am Körper, und das Auto ist ziemlich kaputt.“ Wenn dann würde Mick als 14. starten, sein Kollege Kevin Magnussen (29) stellte den Haas auf Rang zehn.

Im Anschluss wurde er zur Vorsicht mit einem Hubschrauber für weitere Tests ins King Fahad Armed Forces Hospital in Dschidda geflogen. Dies passiere, „um sicherzustellen, dass es nicht irgendeine Verletzung im Körper gibt“, sagte Haas-Teamchef Günter Steiner dem TV-Sender Sky. Auf Fernsehbildern war Schumacher zu sehen, wie er vor dem Abflug im regen Gespräch mit Umstehenden auf einer Trage sitzend gestikulierte.

Onkel Ralf: „So einen Unfall hatte Mick noch nie“

Onkel Ralf (46) analysierte auf Sky den Crash: „Mick hat auf dem Randstein den Anpressdruck verloren, das Auto hat sich quergestellt und dann ist er hart im stumpfen Winkel eingeschlagen. Ich kann mich nicht erinnern, dass er schon einmal so einen heftigen Unfall hatte.“

Auf die Pole raste überraschend Red-Bull-Mexikaner Sergio Perez (32), der Bahrain-Sieger Charles Leclerc (24) und dessen Ferrari-Kollegen Carlos Sainz (27) schlug. Weltmeister Max Verstappen (24) schaffte es nur auf Platz vier.

Lewis Hamilton (37) haderte mit seinem Mercedes und flog als 16. schon früh raus, sein Kollege George Russell (24) verpasste ihm als Sechster eine Watschn. Hinter Hamilton startet Nico Hülkenberg (34), der im zweiten Einsatz für den corona-infizierten Sebastian Vettel (34) im lahmen Aston Martin langsamer war als Lance Stroll (23).

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