Max Verstappen (r.) schnappt sich am Start die beiden Mercedes und fährt dann ein souveränes Rennen.  Foto: Imago/Motorsport Images

Ein Raketenstart bescherte Max Verstappen (24) doch noch eine Fiesta Mexicana. Nach der Red-Bull-intern vermasselten Pole-Position raste der „fliegende Holländer“ am Mercedes-Duo Valtteri Bottas (32) und Lewis Hamilton (36) vorbei zum Mexiko-Sieg.

Den Extrapunkt für die schnellste Rennrunde klaute ihm im letzten Umlauf Bottas. Mit den 25 Punkten baute Verstappen seine WM-Führung auf den Briten auf 19 Punkte aus und ist vier Rennen vor Schluss klar auf Kurs seines ersten WM-Titels.

Verstappen will mehr

Verstappen feierte seinen dritten Mexiko-Sieg: „Es war ein guter Start von mir und in der Formel 1 geht es darum, so spät zu bremsen wie möglich. Dadurch konnte ich mein Rennen von vorne managen.“ Das hofft er auch beim kommenden Rennen in Brasilien: „Die Strecke war immer gut für uns, aber die Dinge können sich immer schnell drehen.“

Doch aktuell scheint der Red Bull schneller als der Mercedes zu sein. Hamilton stöhnte schon während des Rennens: „Die Jungs sind zu schnell für uns.“ Doch mit all seinem Können konnte er in der letzten Runde immerhin Lokalmatador Sergio Perez (32) hinter sich halten und Platz zwei retten.

Hamilton gratuliert fair

Beim Aussteigen aus dem Auto war der Brite völlig erschöpft und sagte: „ Herzlichen Glückwunsch an Max, sie hätten einfach ein übermächtiges Auto dieses Wochenende. Immerhin konnte ich Sergio noch hinter mir halten.“

Während Verstappen und Perez feierten, war Pole-Setter Bottas der Verlierer des Tages. Der Finne war nach seinem Schneckenstart in der ersten Kurve von McLaren-Fahrer Daniel Ricciardo (32) gedreht worden und auf den letzten Platz zurückgefallen.

Vettel landet auf Platz sieben

Seine Aufholjagd wurde dann auch noch durch einen verpatzten Reifenwechsel vorne links sabotiert und ließ den Finnen aus den Punkten fallen. In der letzten Runde konnte er Verstappen immerhin noch die schnellste Rennrunde klauen.

Besser lief das Rennen für Sebastian Vettel (34). Der Aston-Martin-Star qualifizierte sich zwar nur auf Platz elf, rutschte aber durch Strafversetzungen und das Startgetümmel bis auf Platz sieben vor.

Mick nach Start-Crash raus

Für Mick Schumacher (22) war das Mexiko-Debüt schon in der 1. Runde zu Ende. Im Stau hinter dem Bottas-Dreher ruinierte er sich am quer stehenden Alpha-Tauri von Yuki Tsunoda (21) die rechte Hinterradaufhängung seines Haas und musste ihn am Seitenrand abstellen. Wieder dieser Tsunoda, der nach seiner unfreiwilligen Bullen-Sperre im Qualifying von Verstappen als „dummer Idiot“ beschimpft wurde.

Im Gegensatz zu „Mad Max“ ist Mick allerdings gut erzogen und nahm den Crash sogar auf seine Kappe: „Mein Start war mittelmäßig, ich wäre lieber weiter vorne gelegen. Dementsprechend eng war es in der ersten Kurve, als sich Bottas gedreht hat. Wir sind alle synchron rein ins Getümmel, Alonso auch – und dann hat es mich halt getroffen. Schade, dass es passiert ist hier. Ich wollte noch viel lernen fürs nächste Jahr.“