Lewis Hamilton freut sich auf die Heimrennen in Silverstone. Foto:  dpa/David Davies

Auf der Rennstrecke ist Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (35) der fast fehlerlose Jäger der Rekorde von Michael Schumacher (51). Im Privatleben leistet sich der Brite dagegen Fehltritte in Serie.

Nach dem Wirbel um den Anti-Bill-Gates-Post versuchte der Brite vor seinem Heimrennen in Silverstone (Sonntag, 15.10 Uhr, RTL) mit der Beichte einer zwei Jahre alten Notlüge versöhnliche Töne anzuschlagen.

Es geht um den 2018 mit US-Popstar Christina Aguilera (39) aufgenommenen Song „Pipe“, bei dem Hamilton unter dem Pseudonym XNDA als Co-Autor mitwirkte und auch mitsang. Jegliche Beteiligung bestritt er. Bis jetzt.

„Ich möchte sagen, dass ich XNDA bin und dass ich so geehrt und dankbar bin, dass mir Christina Aguilera einen Platz gab, um meine Stimme zu nutzen“, schrieb Hamilton via Instagram.

Das Pseudonym habe er genutzt, um nicht in den Verdacht zu geraten, seinen Ruhm als Formel-1-Superstar bei dem Versuch als Rapper nutzen zu wollen. Pikant: In seinem letzten McLaren-Jahr 2013 wehrte sich Hamilton vehement gegen sein Rapper-Image.

Stritt der Hobby-Musiker (er spielt Gitarre, Schlagzeug und Klavier) sein Musik-Debüt deshalb ab? Hamilton: „Ich habe mich nicht getraut. Ich weiß nicht warum, es war vielleicht Unsicherheit, Angst, zu viel Nachdenken. Etwas, das wahrscheinlich viele Menschen nachvollziehen können.“ Unsicherheit, Angst? Kaum vorstellbar bei einem Mann, der in 253 Formel-1-Rennen am Limit sein Leben riskierte.

Doch im Rennauto fühlt er sich sicher. So sicher, dass er sich nach zwei Siegen in drei Rennen anschickt, die beiden wichtigsten Schumi-Rekorde zu knacken. Mit sechs WM-Titeln und 86 Siegen fehlen Hamilton nur noch fünf Siege, um mit dem dann siebten Titel mit dem Rekordsieger gleichzuziehen.

Kaum einer zweifelt dran. Der britische Ex-Champion Nigel Mansell (66) sagt: „Daran gibt es keine Zweifel. Und damit will ich das Talent von Michael nicht kleinreden. Er hat mit Ferrari allein drei Weltmeisterschaften aufgrund der Zuverlässigkeit gewonnen. Lewis, Bottas und Mercedes haben Jahr für Jahr einen außergewöhnlichen Job abgeliefert. Lewis hatte Glück, davon zu profitieren.“

Hamilton bedeuten die Schumi-Rekorde viel. „Es ist so verrückt für mich, weil ich noch weiß, wie ich vor dem Fernseher saß, als Michael Rekorde brach. Und nun bin ich ihm so nahe.“