Diesmal macht ausnahmsweise Musterschüler Charles Leclerc Ferrari Ärger. imago-images/Poolfoto Motorsport

Mittlerweile kann man die Uhr danach stellen, wann Ferrari der nächste Skandal plagt. Nach dem Ungestüm-Rauswurf von Sebastian Vettel und nicht konkurrenzfähigen Fahrzeugen beim verspäteten Saisonstart in Österreich, sorgt nun auch noch Musterschüler Charles Leclerc (22) für Ärger.

Um sich nach seinem glücklichen zweiten Platz beim Saisonauftakt etwas Ruhe zu gönnen, jettete der Monegasse fix mal ins heimische Fürstentum - trotz klarer Ansage von der FIA, zwischen den Rennen keine Corona-Risiken einzugehen. Dem Supertalent war's schnuppe, er blieb drei Tage in Monaco, feierte ohne Mundschutz mit Freunden und stellte Bilder davon auch noch ins Netz. Dabei galt Leclerc bislang eigentlich als cleveres Bürschchen.

Nun also der nächste Skandal für die "Scuderia Caotica", die sogleich eine Mahnung von der FIA erhielt. Versehen mit der deutlichen Ansage: Beim nächsten Corona-Verstoß knallt's richtig. Umso kurioser: Der Reisende zeigte sich keinesfalls reumütig. Leclerc stellte klar, dass er sich in den vergangenen Tagen mehrmals testen lassen habe - negativ! Nunja...

Dem traditionsreichen italienischen Rennstall, bei dem wenigstens Sorgenkind Sebastian Vettel die Tage zwischen den Rennen in Österreich alleine und verhältnismäßig schlagzeilenfrei mit sich im Einklang der steirischen Natur verbrachte, hilft das wenig. Technisch laufen die Boliden immer noch nicht rund, beim zweiten freien Training am Freitag wurde Vettel nur Sechzehnter, fuhr schwächere Zeiten ein als die Konkurrenz um die starken Racing Point und McLaren.

Und Leclerc? Wurde im zweiten Training nur Neunter, im ersten gar nur Zwölfter. Auch deshalb hätte er sich den Trip nach Monaco und den damit verbundenen Ärger mal besser gespart...