Ob es schon gleich zum Saisonstart  in Bahrain so voll sein wird wie Ende September 2020 in Sotschi beim Russland-GP ist noch nicht genau raus. Foto: Imago/Motorsport Images

Tag der wichtigen Entscheidungen in der Formel 1. Zuerst die Wichtigste: Die Motorsport-Königsklasse kündigte für die am 28. März in Bahrain startende Saison eine Fan-Rückkehr an. Dann krempelte Ferrari sein neues Team für die Ära nach Sebastian Vettel (33) um und dessen neues Team Aston Martin behielt einen wichtigen Sponsor.

Fan-Rückkehr

Die Marketing-Direktorin Chloe Targett-Adam von Rechteinhaber Liberty Media sagte: „Zu diesem Zeitpunkt bin ich immer noch optimistisch, dass der Großteil der Saison Zuschauer sehen wird. Ihre Anwesenheit   in der zweiten Jahreshälfte wird allerdings nicht zur Norm werden wird, da die Länder bei der Bewältigung der Pandemie unterschiedliche Zeitpläne einhalten.“

Dabei lobte sie Großbritannien: „Wir sind an einem so positiven Ort, wo die Regierung bei der Einführung des Impfstoffs großartige Arbeit geleistet hat.“ Dies sei die Voraussetzung dafür, dass der Silverstone-GP (18. Juli) mit Zuschauern ausgetragen werden könne.

Die ersten Europa-Rennen in Imola (18. April), Portimao (2. Mai) und Barcelona (9. Mai) werden allerdings nach jetzigem Stand als Geisterrennen gestartet. Dagegen wollen die Veranstalter in Monaco nach der Absage im Vorjahr den Glamour-GP (23. Mai) auf jeden Fall mit Zuschauern austragen. Die Aufbauten der Tribünen haben bereits begonnen. Neue Indizien, dass der Nürburgring eine Chance hat, für die wackelnden Stadtrennen in Baku (6. Juni) und Montréal (13. Juni) einzuspringen, gibt es bisher nicht.

Ferrari reloaded

In der Pannensaison 2020, in der die Scuderia so schlecht wie seit 40 Jahren nicht mehr abschnitt (Sechster), stempelte Teamchef Mattia Binotto (51) den bereits demontierten Altmeister Vettel zum Sündenbock und verpflichtete Carlos Sainz (26) von McLaren als Nachfolger und Edelhelfer seines Lieblings Charles Leclerc (23).

Doch der von Vettel viel zitierte Wurm steckte wohl nicht nur in der von Binotto verantworteten Roten Gurke SF1000, sondern auch im Team. Denn nun krempelte der von seiner Technik-Verantwortung entbundene Binotto das Team um: Laurent Mekies (43) ist nicht mehr Technikdirektor, sondern nur noch für den Renneinsatz verantwortlich. Dafür wurde Chefaerodynamiker Enrico Cardile (45) zum Chassis-Verantwortlichen und Enrico Gualtieri (46) zum Motorchef befördert.

Mick kein Pink-Panther

Der Sponsorendeal zwischen Mick Schumachers (21) Haas-Team und dem österreichischen Wasseraufbereiter BWT, der den Racing Point zum „Pink Panther“ werden ließ, hat sich zerschlagen. Da auch mit Williams keine Einigung erzielt wurde, bleibt BWT nun Sponsor beim jetzt Aston Martin heißenden Team aus Silverstone. Vettels neuer Bond-Wagen wird am 2. März enthüllt und erhält auf der grünen Grundfarbe wohl einige pinke Akzente.