Rums! Fernando Alonso steuert seinen blauen Alpine direkt in die Seite von Mick Schumachers Haas. Foto: F1

Jetzt kennt auch Mick Schumacher (22) die linke Art von Fernando Alonso (40). Der WM-Rivale von Vater Michael Schumacher (52) rempelte den sensationell von Platz 14 gestarteten Mick schon früh im Türkei-GP von der Strecke und zerstörte dem Haas-Neuling sein bestes Rennergebnis. Immerhin konnte Mick noch Haas-Kollege Nikita Mazepin (22) überholen und wurde Vorletzter.

Ausgerechnet Alonso! Dabei hatte der Schumi-Rivale Mick noch zuvor gelobt: „Es ist in der Tat etwas Besonderes, ihn in der Formel 1 zu haben. Er erinnert mich sehr an seinen Vater. In der Körpersprache, in der Mimik, mit fast allem. Ich kann ihm nur wünschen, dass er bald ein konkurrenzfähiges Auto haben wird. Dann wird er seinen Weg gehen.“

Strafe für Rüpel Alonso

Der Spanier bekam für sein Rüpel-Manöver zwar eine 5-Sekunden-Strafe und blieb auch ohne Punkte. Doch das gab Mick sein Resultat nicht zurück.

Wie der war auch sein Onkel Ralf Schumacher (46) sauer über die Aktion. „So ein ungeschicktes Manöver sollte einem Alonso nicht passieren. Daran sieht man: Alter schützt vor Tugend nicht.“ Er meinte Torheit. Und die bewies Alonso auch, als er seinem anderen Start-Gegner Pierre Gasly über Funk beschimpfte: „Was für ein dummer Typ, Gasly.“

Vettel verzockt sich

Dumm gelaufen ist das Rennen auch einmal mehr für Sebastian Vettel (34). Nach seinem Pannen-Qualifying (11.) wurde er im Aston Martin von Carlos Sainz (27) aus den Punkten verdrängt. Bei einsetzendem Regen wagte er einen Reifenpoker und ließ auf profillose Slicks wechseln.

Das ging mächtig in die Hose. Vettel rutschte direkt von der Strecke und fuhr direkt wieder in die Box und wechselte zurück auf Intermediate und wurde nur Drittletzter.

„Es war natürlich doof. Es war einfach zu nass, aber das hat Sebastian selbst entschieden. Das war eine sinnlose Aktion“, analysierte Ralf Schumacher. „Es war wieder ein verkorkstes Wochenende für Sebastian.“

Bottas beendet Sieglos-Jahr

Das Rennen gewann Valtteri Bottas (32), der die Poleposition durch die Strafversetzung für Lewis Hamilton (36) wegen des vierten Motorwechsels geerbt hatte. Der Finne feierte nach einem Jahr ohne Sieg seinen zehnten Grand-Prix-Sieg vor Max Verstappen (24), der wieder die WM-Führung von Hamilton mit jetzt sechs Punkten Vorsprung übernahm.

Der Brite schaffte vom elften Startplatz diesmal nur eine Aufholjagd auf Platz fünf, weil ihn sein Mercedes-Team sieben Runden vor Schluss noch einmal auf frische Intermediates setzte. Dritter wurde Verstappen-Helfer Sergio Perez (31).

Bottas war für Verstappen diesmal außer Reichweite. „Es war schwierig, die Reifen zu managen. Ich bin einfach froh, auf dem Podium zu stehen“, sagte der Niederländer. Es war knapp die ganze Saison. Es wird auch in Austin knapp werden.“