Die Schalke Fans mögen schon lange Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies nicht mehr. Schon im Sommer 2019 forderten sie den Rausschmiss. Jetzt wird der Protest massiver. Foto: imago images/Rehbein

Jetzt geht es bei Schalke 04 so richtig um die Wurst! Denn die Fans haben die Vereinsbosse satt. Am Sonnabend werden die Anhänger protestieren und eine Menschenkette rund um die Arena auf Schalke bilden, während die Profis ihr letztes Saisonspiel beim SC Freiburg machen.

"Schalke ist kein Schlachthof! Gegen die Zerlegung unseres Vereins!" heißt das Motto der Demonstration. Es ist ein Frontalangriff auf Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies, der durch den Corona-Skandal in seiner Fleischfabrik in Rheda-Wiedenbrück noch von ganz anderer Seite unter Mega-Druck steht.

Finanziell ist der Traditionsklub angeschlagen, die Mannschaft hat in der Rückrunde wie ein seelenloser Absteiger gespielt und sich nur durch eine gute Hinrunde gerettet. Doch was die Anhänger am meisten ärgert, war das Verhalten der Bosse während der Corona-Krise.

Die S04-Fans werfen ihnen unfaires Verhalten beim Umgang mit den Dauerkarteninhabern bei den Geisterspielen vor. Sie sollten anfangs ihren Anspruch auf Rückzahlung eines Teils der bereits bezahlten Ticketgelder mit einem Härtefallantrag begründen. Außerdem will Tönnies die Profi-Abteilung vom Verein ausgliedern.

Schalker Ultras klagen in einem offenen Brief an: Die Saison sei eine "moralische Bankrotterklärung" und ein "Ausverkauf der Schalker Werte".   Und das ist ihnen alles andere als wurscht ...