Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel sorgt sich um die Umwelt. Deswegen fordert der vierfache Weltmeister ein Tempolimit auf der Autobahn.  Imago/dpa

Ein Formel-1-Fahrer fordert ein Tempolimit und wählt die Grünen, mit diesem Widerspruch überraschte Sebastian Vettel (34) vergangenes Jahr die Öffentlichkeit. Jetzt äußert sich der Aston-Martin-Fahrer auch negativ über die effizienten Formel-1-Motoren und möchte Klima-Aktivistin Greta Thunberg (19) treffen. Was ist passiert mit Vettel, der sich vor zwei Jahren wegen der Ferrari-Pannen noch die spritsaufenden Zwölfzylinder zurückwünschte?

Vettel wirbt für Tempolimit

Grünen-Wähler Vettel ist sauer, dass seine Partei in der Ampel-Koalition bei dieser Streitfrage einknickte. „Natürlich bin ich deshalb enttäuscht. Das Tempolimit wäre ja ein easy win gewesen“, behauptet der steuerbegünstigt in der Schweiz lebende Vettel in der SZ. Dort gilt ein Tempolimit von 120 km/h, das fordert er auch für seine alte Heimat: „Aber es wird so oder so kommen, glaube ich. Es ist nur eine Frage der Zeit.“

Vettel widerspricht sich in Technikfragen

Vettel stänkert: „Die Hybrid-Formel treibt die technische Entwicklung nicht voran. Schon gar nicht die der Serienautos.“ Dabei ist das Gegenteil der Fall: Die Formel 1 verwendet seit 2009 die effizientesten Motoren der Welt aus V6-Verbrenner und Elektro-Generatoren, diese Technik forcieren die Serienhersteller wegen der Folgen ihrer Diesel-Schummeleien erst jetzt als Brückentechnologie zur reinen Elektromobilität.

Vettel widerspricht erneut: „Ich glaube nicht, dass das Elektro-Auto allein die Antwort sein kann oder das Wasserstoff-Auto oder der Verbrenner. Die Kombination aus bekannten Dingen und etwas Neuem, was vielleicht noch erfunden und entwickelt wird – das ist die Antwort.“ Genau diesen Weg geht die Formel 1 ja mit der Hybrid-Formel, die ab 2026 durch viele Gleichteile auch noch kostengünstiger werden wird.

Vettel will mit Greta Thunberg diskutieren

„Ein echtes Vorbild, dem die ganze Welt folgen sollte und vor allem ältere Männer mehr Gehör schenken sollten“, schwärmt Vettel über Thunberg, mit der er gerne mal diskutieren würde: „Ich bin Fan von Veränderungen. Mir geht es wie vielen: Ich möchte nicht mehr warten, wir können uns das nicht mehr leisten.“ Doch welche Veränderungen er wie finanzieren würde, das verrät Vettel leider nicht.

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